Fußball Bundesliga
Derby in München mit verteilten Rollen

Im 176. Derby trifft Bayern München heute auf den 1. FC Nürnberg. Während die Gastgeber derzeit an der Spitze thronen, weilt der Club auf einem Abstiegsplatz. Im zweiten Sonntagspiel hat Frankfurt Leverkusen zu Gast.

Wenn Tabellenführer Bayern München heute den 1. FC Nürnberg zum 176. Derby empfängt, sind die Rollen eindeutig verteilt. Im zweiten Sonntagspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen (beide 17.00 Uhr/live bei Premiere) ist die Ausgangslage dagegen nicht so klar.

Nürnberg "absoluter Außenseiter"

"Wir sind absoluter Außenseiter", sagte Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader vor dem Spiel beim deutschen Rekordmeister. Und auch Trainer Hans Meyer verdeutlichte, dass der Gegner fast schon übermächtig sei: "Man kann bei Bayern nur punkten, wenn die selbst etwas schwächeln und die Sache nicht hundertprozentig ernst nehmen. Die sind auf allen Positionen besser besetzt."

Bange machen gilt beim seit fünf Bundesligaspielen sieglosen DFB-Pokalsieger, der auf einem Abstiegsplatz steht, dennoch nicht. "Wir müssen versuchen, als Truppe dagegen zu halten und es ihnen mit unseren Mitteln so schwer wie möglich zu machen", erklärte Meyer, der vor allem ein schnelles Gegentor verhindern will. Das Weiterkommen im Uefa-Cup soll den Franken bei diesem Vorhaben einen Schub und neues Selbstvertrauen geben.

Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Münchner strotzen indes seit Wochen vor Selbstbewusstsein. Auch im Derby wollen sich die Bayern keine Blöße und Vollgas geben. "Wir wären bescheuert, wenn wir den Vorsprung vor Schalke und Bremen aufs Spiel setzen würden. Wir werden die Bundesliga richtig ernst nehmen und wollen von vorne weg spielen, und dafür ist ein Sieg dringend notwendig", sagte Manager Uli Hoeneß.

"Müssen uns noch mal richtig zusammenreißen"

Allerdings sind sich Hoeneß und Co. einig, dass die Partie gegen den Club ungleich schwerer als der Auftritt bei Belenenses Lissabon (2:0) unter der Woche im Uefa-Cup wird. "Wir müssen uns noch mal richtig zusammenreißen", sagte Mark van Bommel vor der anstehenden Länderspielpause. "Nürnberg steht mit dem Rücken zur Wand, die werden die Punkte nicht kampflos abgeben", warnte auch Vereinschef Karl-Heinz Rummenigge.

Bei Bayern fehlen nach wie vor Torjäger Miroslav Klose und Kapitän Oliver Kahn sowie die Langzeitverletzten Philipp Lahm, Jose Ernesto Sosa, Valerien Ismael und Willy Sagnol. Lukas Podolski kehrt nach überstandener Erkältung wohl in den Kader zurück. Bei Nürnberg wird vor allem Angreifer Robert Vittek schmerzlich vermisst. Der leicht angeschlagene Peer Kluge wird dagegen spielen können.

Bayer will schwachen Auftritt in Leiria vergessen machen

Leverkusen will sich zum Abschluss von drei englischen Wochen in Folge nach dem Einzug in die Gruppenphase des Uefa-Cups auch in der Bundesliga weiter in der Spitzengruppe etablieren. Dazu ist im Gegensatz zum 2:3 bei Uniao Leiria aber eine deutliche Leistungssteigerung nötig. Die Hoffnungen von Bayer werden durch die wahrscheinliche Rückkehr von Spielmacher Bernd Schneider genährt. Der Nationalspieler hatte aufgrund einer Knieprellung auf einen Einsatz im Uefa-Cup verzichtet.

Frankfurt will sich für das zuletzt wenig überzeugende 2:2 in Cottbus rehabilitieren. Trainer Friedhelm Funkel ist nach einigen Gesprächen auf jeden Fall überzeugt, "dass mich die Spieler verstanden haben. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir ein besseres Spiel abliefern werden".

© SID

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