Fußball Bundesliga
DFL will mehr Wettbewerbs-Gerechtigkeit schaffen

Die Deutsche Fußball Liga Gmbh führt mit Beginn der kommenden Saison ein Nach-Lizenzierungsverfahren für alle 36 Profi-Klubs ein. Damit will die DFL für mehr Wettbewerbs-Gerechtigkeit sorgen.

Mit Beginn der kommenden Saison wird die Deutsche Fußball Liga Gmbh (DFL) ein Nach-Lizenzierungsverfahren für alle 36 Profi-Klubs einführen. So werden Vereine, die sich bis zum Ende der Transferperiode I am 31. August durch Spielerverpflichtungen weiter verschulden und nicht an die Auflagen halten, bereits im Oktober mit Geldbußen von bis zu einer Million Euro und Abzügen von bis zu neun Punkten bestraft. Das berichtet das Fachmagazin kicker am Freitag.

"Der Arbeitskreis Finanzen sieht unisono die Notwendigkeit einer Lizenzierungsnachschau", erklärte Christian Müller, Geschäftsführer Finanzen bei der DFL. Im Verfahren für die Saison 2006/2 007 bekam kein Profi-Klub die Lizenz verweigert. Dennoch zieht die Liga die Konsequenzen aus den in den vergangenen Jahren enstandenen Problemen bei Borussia Dortmund, 1 860 München, Schalke 04 und Hertha BSC Berlin, die trotz hoher Schulden weiter intensiv auf dem Transfermarkt tätig gewesen waren und den Wettbewerb damit nach Ansicht der DFL verzerrten.

Mehr Wettbewerbs-Gerechtigkeit

Die Nach-Lizenzierung im Herbst 2006 soll vor allem wieder für mehr Wettbewerbs-Gerechtigkeit in der Bundesliga sorgen. Denn laut Müller geht es um "Finanzdoping", wenn Bundesligisten nicht sichere Einnahmen aus den folgenden Jahren vorzeitig in Spieler investieren.

Eintracht Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen reagierte mit Wohlwollen auf die neu eingeführte Nach-Lizenzierung: "Über das Lizenzierungsverfahren muss man nicht mehr reden, seit Dortmund trotz massiver Neuverschuldung die Lizenz bekam. Vielleicht sorgt die neue Maßnahme für einen faireren Wettbewerb. Sanktionen sind wichtig, denn: Wir Manager sind mehrheitlich einfach nur schlecht!"

© SID

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