Fußball Bundesliga
Duell der Überraschungsteams in Cottbus

In den Sonntagspielen der Bundesliga treffen mit Cottbus und Nürnberg die Überraschungsteams der bisherigen Saison aufeinander. In der zweiten Partie will Schlusslicht Bochum gegen Bielefeld den ersten Sieg einfahren.

Platz zwei und Platz vier vor dem fünften Spieltag: Dort hätten viele Bundesliga-Experten den 1. FC Nürnberg und Aufsteiger Cottbus vor der Saison wohl nicht erwartet. Im direkten Aufeinandertreffen heute (17 Uhr/live bei arena) wollen die beiden Überraschungsteams ihren Höhenflug fortsetzen und ihre jeweilige Serie fortsetzen: Gastgeber Cottbus den dritten Sieg in Folge (Vereinsrekord), Nürnberg das achte Spiel ohne Niederlage.

FCN-Trainer Hans Meyer ist überzeugt, dass der derzeitige Erfolg des Gegners nicht von ungefähr kommt. "Das, was zurzeit in Cottbus läuft, ist kein Zufall oder Glück, sondern Resultat harter Arbeit." Entsprechend verlangt der 63-Jährige von seinem Team mehr Engagement als zuletzt beim enttäuschenden 1:1 gegen den VfL Bochum, ansonsten wird seiner Meinung nach in Cottbus nichts zu holen sein: "Wenn wir da reingehen und nur ein bisschen "Arschwackeln" wollen, dann werden wir aber ganz schwer überrascht." Meyers Einschätzung wird auch durch die Statistik gestützt: In der Bundesliga konnten die Nürnberger noch nie im "Stadion der Freundschaft" gewinnen. Überhaupt erst einmal ging der FCN dort als Sieger vom Platz: Beim 3:1 in der Zweitliga-Saison 2004.

Cottbus bleibt bei Kontertaktik

Cottbus-Coach Petrik Sander wird derweil weiter an seiner unspektakulären aber effektiven Defensiv-Taktik mit schnellen Kontern festhalten, auch wenn er dafür unter der Woche von Vielen kritisiert wurde: "Es geht um den Erfolg und um nichts anderes." Nur wenn sich alle an die Vorgaben hielten, "können wir aus einem guten Start einen sensationellen machen." Mittelfeldspieler Timo Rost funkt vor dem Spiel gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber in der Stil-Frage auf einer Wellenlinie mit seinem Trainer. "Wir werden auch gegen Nürnberg konsequent in der Defensive stehen. Das ist das System, in dem wir am erfolgreichsten sind, auch wenn Nürnberg eine ganz starke Offensive hat."

Diese könnte wieder durch Torjäger Robert Vittek verstärkt werden, der nach fünfwöchiger Pause wegen einer Innenbandverletzung am Knie ebenso wieder im Kader wie Landsmann Marek Mintal, der gegen Bochum erstmals seit über acht Monaten wieder von Beginn an für die Nürnberger aufgelaufen war. Allerdings sieht Meyer für Vittek zunächst nur die Joker-Rolle vor: "Nach so langen Verletzungen würde ich es ausschließen, dass beide von Beginn an auflaufen."

Im zweiten Sonntag-Spiel will Schlusslicht Bochum im Kellerduell mit Arminia Bielefeld endlich den ersten Saisonsieg unter Dach und Fach bringen. "Der erste "Dreier" ist überfällig", sagte VfL-Trainer Marcel Koller, der dem selben Team, das in Nürnberg den ersten Punkt eingefahren hatte, vertraut und fordert: "Ich erwarte, dass der Funke von der Mannschaft auf die Fans überspringt." Nicht zur Verfügung stehen Koller dabei die Verletzten Meichelbeck (Sehnenanriss unter dem linken Knie), Schröder (Innenbanddehnung) und Bechmann (Knie-Operation) sowie Benjamin Auer (Verdacht auf Virus-Erkrankung).

Wichniarek: "Bochum schwerer als Bayern"

Bielefelds Trainer Thomas von Heesen sieht den Druck auf Seiten der Bochumer - und genau darin Arminias Siegchance. "Bochum muss gewinnen, Bielefeld will gewinnen", sagte von Heesen, der auf Borges (Innenbandriss), Rau (Innenbandriss), Vata (Kreuzbandriss), Ahanfouf (Wadenbeinbruch), Zuma (Aufbautraining nach Innenbandriss) und Vacek (Trainingsrückstand) verzichten muss. Nach der Kür, dem 2:1-Sieg gegen den deutschen Meister Bayern München in der Vorwoche, soll nun die Pflicht gegen einen "Gegner auf Augenhöhe" folgen, so von Heesen. Stürmer Artur Wichniarek aber warnt: "Das wird schwieriger als gegen Bayern."

© SID

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