Fußball Bundesliga
Fahrlehrer von Fußballprofis steht vor Gericht

Vor dem Landgericht Göttingen müssen sich ein Fahrlehrer und ein TÜV-Mitarbeiter verantworten. Sie sollen ausländischen Bundesliga-Stars unrechtmäßig Führerscheine beschafft haben.

Ein Fahrlehrer und ein TÜV-Mitarbeiter müssen sich seit Donnerstag vor dem Landgericht Göttingen verantworten, weil sie angeblich mehreren ausländischen Bundesliga-Fußballern unrechtmäßig Führerscheine beschafft haben sollen. Der 56 Jahre alte Fahrlehrer aus dem Landkreis Northeim ist wegen Bestechung in 14 sowie Urkundenfälschung in elf Fällen angeklagt. Dem mitangeklagten 42 Jahre alten Regionalleiter des TÜV-Nord wird Bestechlichkeit in zehn Fällen vorgeworfen.

Keine gültigen Führerscheine bei Diego, Dede und Marcelinho?

Gemeinsam mit einem Optiker, gegen den das Verfahren vorläufig eingestellt ist, sollen die beiden zahlreichen vorwiegend aus Südamerika stammenden Profis auf unzulässige Weise zu einem in Deutschland gültigen Führerschein verholfen haben. Nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen werden in den Gerichtsakten die Namen prominenter Bundesligaspieler wie Werder Bremens Diego, Borussia Dortmunds Dede oder des früheren Wolfsburgers Marcelinho genannt.

Die betreffenden Spieler sollen gegen Zahlung von mehreren Tausend Euro Prüfbescheinigungen erhalten haben, ohne die nötigen vollständigen theoretischen und praktischen Prüfungen abgelegt zu haben. Die Affäre war vor rund zwei Jahren aufgeflogen, nachdem der Fahrlehrer in mehreren Interviews davon berichtet hatte, Fußballern zu Führerscheinen verholfen zu haben.

© SID

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