Fußball-Bundesliga
Felix Magath wird angeblich neuer HSV-Trainer

Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat sich von seinem Trainer Thomas Doll getrennt. Sein Nachfolger steht angeblich bereits fest: Felix Magath ist innerhalb von 24 Stunden vom Rekordmeister zum Tabellenschlusslicht gewechselt. Das behauptet zumindest Bayern-Manager Uli Hoeneß.

HB HAMBURG. Bei der Präsentation des neuen Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld in München erklärte Hoeneß den Wechsel Magaths zum HSV für perfekt: „Ich freue mich für Felix. Mit seiner Art, Disziplin hereinzubringen, wird er beim HSV schnell Erfolg haben“, sagte der 55-Jährige. Die Hamburger hatten sich am Donnerstagmorgen von Trainer Thomas Doll getrennt, 24 Stunden zuvor war Magath beim deutschen Meister beurlaubt worden. Vom Hamburger SV gab es zunächst keine Stellungnahme zur Personalie Magath.

Thomas Doll sagte zu seinem Abschied: "Natürlich bin ich sehr traurig. Ich hatte zweieinhalb schöne Jahre beim HSV. Ich hoffe, dass die Mannschaft schnell die Kurve bekommt". Neben Doll trennt sich der HSV auch von den Co-Trainern Ralf Zumdick und Ronny Teuber. Michael Schröder arbeitet künftig wieder in der Scouting-Abteilung des Vereins. "Wir werden bis zum Spiel gegen Hertha BSC Berlin am kommenden Sonnabend einen neuen Trainer präsentieren", versicherte Bernd Hoffmann. Der ebenfalls umstrittene Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer, dessen Transferpolitik in der Kritik steht, bleibt dagegen im Amt.

Doll hatte den Cheftrainer-Posten in Hamburg am 18. Oktober 2004 als Nachfolger von Klaus Toppmöller angetreten. Der HSV war damals Letzter und ist es nach dem 1:1 im Heimspiel gegen Energie Cottbus erneut. Der HSV, der in der vergangenen Saison noch die Qualifikation für die Champions League erreicht hatte, holte aus den bisherigen 19 Spielen nur einen Sieg. Laut Vertrag steht Doll bei einer fristlosen Trennung eine Abfindung in Höhe von 900 000 Euro zu.

Die völlig verunsicherten Hanseaten zeigten auch am Samstag gegen den braven Aufsteiger Cottbus keinen Mentalitätswechsel und provozierten den Rauswurf ihres Trainers damit förmlich. Nach dem Spiel wich Doll der Frage nach seinem Rücktritt noch aus. „Ich muss es erst in Ruhe analysieren und sacken lassen. Die Situation ist sehr, sehr brisant.“

Am Mittwochvormittag war bereits Jupp Heynckes als Trainer von Borussia Mönchengladbach zurückgetreten, am Nachmittag trennte sich zudem Rekordmeister und Titelverteidiger Bayern München von seinem Coach Felix Magath und holte dafür dessen Vorgänger Ottmar Hitzfeld vorerst bis zum Saisonende zurück.

Durch die Trennung von Doll ist der sechste Trainerwechsel in dieser Saison und der 301. in der Bundesliga-Geschichte seit 1963 perfekt. In dieser Spielzeit hatten außer Magath noch Peter Neururer (Hannover 96) und Bert van Marwijk (Borussia Dortmund) gehen müssen. Dieter Hecking (Alemannia Aachen) hatte um Vertragsauflösung gebeten, um zu seinem Wunschverein Hannover wechseln zu können. Auch Heynckes trat von sich aus zurück.

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