Fußball Bundesliga
"Fohlen" gegen Hannover unter Zugzwang

Am Bundesliga-Sonntag stemmt sich Borussia Mönchengladbach im Spiel gegen Hannover 96 gegen die eigene Krise. Ihren Höhenflug will derweil die Bielefelder Arminia gegen den VfL Wolfsburg fortsetzen.

Die Anhänger von Borussia Mönchengladbach sind vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 ungeduldig. Das weiß auch Sportdirektor Peter Pander, der aber versucht, vor dem Kellerduell Ruhe zu bewahren: "Das ist kein Schlüsselspiel", erklärte Pander zwar, doch nach zwei Heimniederlagen und nur einem Punkt aus den vergangenen fünf Begegnungen fügt er an: "Es ist für uns die Gelegenheit, eine andere Richtung einzuschlagen. Wir stehen in der Verantwortung."

Die Richtung beibehalten will unterdessen Arminia Bielefeld im zweiten Sonntagsspiel (beide 17.00 Uhr/live bei arena) gegen den VfL Wolfsburg. Die Mannschaft von Trainer Thomas von Heesen ist seit sieben Begegnungen ungeschlagen und stand erstmals nach zwölf Spielen auf Platz fünf.

Von solchen Höhenflügen kann man in Gladbach und Hannover derzeit nur träumen. Dem Verlierer stehen triste November-Wochen bevor, daher fordert Gladbachs Coach Jupp Heynckes: "Wir müssen gewinnen, um uns von der Abstiegszone abzusetzen." Gleichzeitig warnt der Weltmeister von 1974 aber vor seinem Ex-Klub, bei dem er zwischen 1967 und 1970 in 86 Spielen 25 Tore schoss. "An den Auswärtssiegen von Hannover kann man absehen, dass die Mannschaft intakt ist. Für uns ist das ein gefährlicher Gegner", meinte Heynckes, der mit seiner Truppe zuletzt zwei Heimniederlagen hinnehmen musste.

Kein Wort über den Uefa-Cup

Die Niedersachsen, die sich am Mittwoch von Manager Ilja Kaenzig getrennt hatten, gewannen zuletzt bei Meister Bayern München (1:0). "Je länger es 0:0 steht, desto mehr Unruhe wird in Gladbach aufkommen. Wir wollen eine weitere Mannschaft da unten in den Abstiegskampf reinziehen", sagte 96-Trainer Dieter Hecking, der unter Heynckes in Gladbach Spieler war (1983 bis 1985).

In den Abstiegskampf scheint Arminia Bielefeld in dieser Saison nicht reinzurutschen. Die Erfolgserlebnisse haben das Selbstvertrauen der Spieler gestärkt. "Das Wort Uefa-Cup ist bei uns in der Kabine nicht tabu", erklärt Abwehrspieler Heiko Westermann. Einziger Störfaktor bei den Ostwestfalen ist weiterhin die Diskussion um die Vertragsverlängerung des Trainers.

In Wolfsburg setzt man hingegen auf die Qualitäten des Ex-Bielefelders Isaac Boakye. "Er ist ein guter Informant. Das werden wir ausnutzen", sagt Trainer Klaus Augenthaler, dessen Mannschaft seit fünf Spielen ungeschlagen ist. "Wir können einen großen Schritt machen. Wir haben gezeigt, dass wir auch auswärts siegen können", ergänzt der 49-Jährige.

© SID

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