Fußball Bundesliga
"Fohlen" verlieren auch in Frankfurt

Borussia Mönchengladbach kann auswärts einfach keine Punkte einfahren. Am zehnten Bundesliga-Spieltag verloren die "Fohlen" bei Eintracht Frankfurt 0:1 (0:0). Takahara besiegelte die fünfte VfL-Auswärtspleite der Saison.

Der Japaner Naohiro Takahara hat Eintracht Frankfurt erstmals nach fünf Spielen wieder einen Sieg beschert und zugleich die Negativserie der Gladbacher "Auswärtsdeppen" verlängert. Der erst zwölf Minuten zuvor eingewechselte Takahara erzielte in der 78. Minute den Treffer zum 1:0 (0:0)-Erfolg der Eintracht gegen die Borussia aus Mönchengladbach, die die dritte Niederlage in Serie kassierte.

Lange Zeit hatte es danach ausgesehen, als ob die Borussen ausgerechnet in Frankfurt, wo sie am 34. Spieltag der vorigen Saison ihren letzten Auswärtssieg gefeiert hatten, die ersten Punkte dieser Spielzeit auf fremdem Platz holen könnten. Nach der Gelb-Roten Karte für den Dänen Thomas Helveg (56.) wären die Borussen sogar fast in Führung gegangen, doch ein Tor von Marvin Compper wurde wegen angeblicher Abseitsstellung zu Unrecht nicht anerkannt (69.). Takahara schließlich beendete alle Gladbacher Träume von einem Punktgewinn.

Pfeifkonzert nach schwacher erster Hälfte

Vor 50 050 Zuschauern zeigten beide Teams vor allen Dingen in der ersten Halbzeit eine erschreckend schwache Vorstellung. Dabei hatte Frankfurts Coach Friedhelm Funkel seine Elf gegenüber dem Europapokal-Spiel bei Celta Vigo (1:1) vier Tage zuvor auf vier Positionen verändert und unter anderem die Stammkräfte Ioannis Amanatidis und Albert Streit von Beginn an auflaufen lassen. Allerdings fanden die Hessen lange Zeit kein Mittel gegen die massierte Deckung der Gladbacher und wurden beim Gang zum Pausentee ob des ideenlosen Spiels von den eigenen Fans gnadenlos ausgepfiffen.

Vor allen Dingen Kapitän Amanatidis hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. Symptomatisch, wie der griechische Nationalspieler einen feinen Pass von Albert Streit (38.) in aussichtsreicher Position vertändelte. Die Gäste, bei denen Nationalspieler Oliver Neuville überraschend nur auf der Bank saß, kamen in der Folge immer besser ins Spiel. Nicht zuletzt, weil der argentinische Vier-Millionen-Euro-Einkauf Frederico Insua sein Können ab und an aufblitzen ließ, aber wenig Abnehmer fand. Die beste Chance der Borussia vergab Nando Rafael, dessen Weitschuss einige Meter am Eintracht-Tor vorbeistrich.

Eingewechselter Takahara erlöst Frankfurt

Erst nach dem Wechsel konnte die Eintracht angeführt vom emsigen Streit das Tempo forcieren und drängte das Heynckes-Team weit in die eigene Defensive. Zunächst vergab noch Verteidiger Christoph Spycher (48.) nach guter Vorarbeit von Amanatidis. Doch nach der Gelb-Roten Karte gegen Helveg war die Führung der Hausherren nur noch eine Frage der Zeit. Ausgerechnet der erst zuvor eingewechselte Japaner Takahara erlöste die Frankfurter, als er eine Unaufmerksamkeit in der Gladbacher Deckung nutzte und ein Zuspiel von Streit nach einem Freistoß verwertete.

© SID

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