Fußball Bundesliga
Funkels Tage in Frankfurt sind wohl gezählt

Schon vor dem letzten Saisonspiel droht Eintracht Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel das Aus. Der Bundesligist hat für Donnerstag (12.00 Uhr) eine Pressekonferenz angekündigt.

Trainer Friedhelm Funkel droht schon vor dem letzten Saisonspiel das Aus beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Am Donnerstagmorgen treffen sich nach DSF-Informationen der Aufsichtsrat und der Vorstand. Dabei soll Funkel mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden werden, berichtet die Frankfurter Rundschau auf ihrer Internetseite. Das für 10.00 Uhr vorgesehene Training wurde auf 14.00 Uhr verlegt - nach der für 12.00 Uhr anberaumten Pressekonferenz.

Nach zuletzt nur einem Punkt aus fünf Spielen will der Vorstand der Eintracht offenbar nicht mehr bis zum Saison-Finale gegen den Hamburger SV am Samstag (15.30 Uhr/live bei Premiere) warten. Funkel würde damit zum Ende seiner fünfjährigen Tätigkeit in Frankfurt ein Spießrutenlauf im eigenen Stadion erspart bleiben.

Funkel: "Das interessiert mich nicht"

Dass Funkel trotz des erst im Februar bis Ende Juni 2010 verlängerten Vertrages in Frankfurt keine Zukunft mehr zu haben scheint, ficht den gebürtigen Neusser offenbar nicht an. "Das interessiert mich nicht. Ich habe noch nie in meinem Leben Angst gehabt, erst recht nicht um meinen Job", sagte der im Moment an einer Grippe erkrankte Funkel und fügte hinzu: "Ich habe schon vor einiger Zeit gesagt: Wenn hier mal ein neuer Trainer herkommt, geht es in Frankfurt genauso weiter. Der andere Trainer ist dann erfolgreicher oder auch nicht. Aber das ist nicht entscheidend."

Entscheidend sei, so Funkel, dass Vorstandschef Heribert Bruchhagen nicht die Lust an der Eintracht verliere. "Dann habt ihr viel Spaß, dann habt ihr viel zu schreiben", meinte Funkel. "Wenn Bruchhagen nicht mehr da ist, bricht der ganze Verein zusammen. Da geht es hier wieder so zu wie vor sieben Jahren", sagte der 55-Jährige mit Blick auf den im Jahr 2002 erst in letzter Instanz abgewehrten Lizenzentzug.

Bruchhagen, dem von der Anhängerschaft und Teilen des Aufsichtsrats die Verlängerung mit Funkel und die zuletzt wenig substanziellen Neuverpflichtungen zur Last gelegt werden, will sich erst am Donnerstag erklären. "Jede Äußerung führt zu mehr Aggression", sagte Bruchhagen knapp.

Derweil ist der frühere Eintracht-Trainer Dragoslav Stepanovic überzeugt, dass die Probleme zwischen Fans, Trainer und Vorstand bei der Frage nach der Perspektive der Frankfurter hausgemacht sind. "Heribert Bruchhagen und Friedhelm Funkel sind zu negativ. Wenn die so weitermachen, werden die Gräben zu den Fans immer tiefer", sagte Stepanovic der Sport Bild.

Bruchhagen verzichtet auf Asien-Reise

Bruchhagen sagte vorsorglich schon einmal seine Teilnahme an der Asien-Reise der deutschen Nationalmannschaft ab. Ursprünglich sollte der Frankfurter Vorstandschef an der Seite von Ligaverbands-Präsident Reinhard Rauball mit zum ersten Spiel nach China reisen, doch aufgrund der aktuellen Entwicklungen bei der Eintracht ist der Chef unabkömmlich.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%