Fußball Bundesliga
Hamburg schießt Stuttgart weiter in die Krise

Mit einem klaren 4:2 (3:1)-Sieg gegen Stuttagart am 14. Spieltag hat der Hamburger SV wieder zu den Europacupplätzen aufgeschlossenen. Der VfB rutschte noch tiefer in die Krise.

Der Hamburger SV hat mit seinem sechsten Saisonsieg in der Bundesliga wieder zu den Europacupplätzen aufgeschlossen. In einer turbulenten Partie setzten sich die Hanseaten mit 4:2 (3:1) gegen den VfB Stuttgart durch und schossen die Schwaben damit noch tiefer in die Krise. Der VfB, der sich nach einem Platzverweis gegen Ciprian Marica (16.) mit zehn Mann erfolglos gegen die neunte Saisonniederlage stemmte, steckt als schwächstes Auswärtsteam der Liga weiter in der Abstiegszone fest.

Piotr Trochowski sorgte in der 3. Minute für die Führung der Platzherren. Die Stuttgarter durften sich anschließend nur kurz über den Ausgleich durch Marica (9.) freuen, denn der Rumäne sah wegen Schiedsrichter-Beleidigung nur sieben Minuten später die Rote Karte. Nach Treffern von Jonathan Pitroipa (29.) und Mladen Petric (36.) sah sich der HSV schon sicher auf die Siegerstraße, musste aber beim Anschlusstreffer durch Christian Gentner unmittelbar nach dem Seitenwechsel (46.) noch einmal zittern. Erst das 4:2 durch Ruud van Nistelrooy brach schließlich den Widerstand der Gäste.

Vor 53 055 Zuschauern in der Hamburger Arena erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß und hatten bereits kurz vor Trochowskis Führungstor die Chance zum 1:0 durch Pitroipa. Doch während der Mittelfeldspieler aus Burkina Faso zunächst noch scheiterte, ließ sich Trochowski die Chance aus 18 m mit einem platzierten Flachschuss nicht nehmen.

Marica scheitert an Rost

Der VfB überwand den Schock allerdings schnell und nutzte gleich seine erste Möglichkeit zum Ausgleich. Marica war dabei per Kopfball nach einer Ecke erfolgreich. Nur eine Minute später hätte der Stuttgarter Angreifer sein Team sogar in Führung bringen können, scheiterte aber im Strafraum an HSV-Keeper Frank Rost.

Nachdem Marica mit seiner Beleidigung gegen Referee Wolfgang Stark im Anschluss an ein Foulspiel von Georg Niedermeier an Petric zunächst Gelb und dann Rot gesehen hatte, war der Weg für einen Hamburger Erfolg geebnet. Pitroipa und Petric schlossen jeweils ein gelungenes Kombinationsspiel der HSV-Offensive erfolgreich ab.

HSV-Coach Armin Veh hätte gerne noch mehr Tore von seinem Team gesehen: "Wir haben gut begonnen, uns aber nach dem schnellen Ausgleich wieder in Schwierigkeiten gebracht. Die Rote Karte gegen Marica war sicherlich ein Knackpunkt im Spiel. Wir haben danach unsere Überzahl gut genutzt und hätten auch das eine oder andere Tor mehr machen können".

Nur kurze Hoffnung für Stuttgart

Hoffnung kam bei den Stuttgartern noch einmal auf, als Gentner einen Patzer in der Hamburger Defensive wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff zum 2:3 nutzte. Doch van Nistelrooys Treffer nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung stellte die Weichen für die Gastgeber endgültig auf Sieg.

"Wir waren die ersten zehn Minuten nicht auf dem Platz, sind dann aber zurückgekommen und haben uns erst durch die Rote Karte selbst entscheidend ins Hintertreffen gebracht. So etwas darf einem erfahrenen Spieler nicht passieren, das wird Konsequenzen haben. Danach haben wir mit zehn Mann überragend gespielt, aber gegen die schnellen Hamburger Spitzen in Unterzahl kein Mittel gefunden", sagte VfB-Trainer Jens Keller nach der Niederlage.

© SID

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