Fußball Bundesliga
Hannover gegen Dortmund im Zeichen der Trauer

Das Spiel Hannover 96 gegen Borussia Dortmund steht im Zeichen des Todestages von Robert Enke. Der VfB Stuttgart plant gegen Werder Bremen den Sprung aus dem Tabellenkeller.

Wenn Tabellenführer Borussia Dortmund in der Bundesliga heute bei Hannover 96 antritt, wird dies sicher kein Spiel wie jedes andere sein. Der Auftritt steht ganz im Zeichen des Todestages von Nationaltorhüter Robert Enke, der sich am 10. November 2009 das Leben genommen hatte.

Der BVB will trotz der besonderen Umstände seine Spitzenposition festigen. Trainer Jürgen Klopp beklagt allerdings die mangelnde Chancenverwertung seines Teams. Auch beim 0:0 bei Paris St. Germain traf der BVB-Angriff das Tor nicht. Das soll heute in Hannover (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) anders werden. "Wir spielen gut, haben aber speziell in den letzten drei Spielen so viele Chancen nicht genutzt", sagte Verteidiger Mats Hummels.

Stuttgart setzt auf Schwung aus der Europa League

Derweil will Kellerkind VfB Stuttgart nach dem Sturmlauf durch die Gruppenphase der Europa League auch in der Liga wieder in die Erfolgsspur finden. "Es könnte ein Vorteil für uns sein, dass wir mit einem Sieg in dieses Spiel gehen und Werder am Dienstag verloren hat", sagte VfB-Stürmer Martin Harnik, der seine Treffsicherheit auch gegen den Ex-Klub Werder Bremen am Sonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total!) unter Beweis stellen will.

Mit nur sieben Punkten aus zehn Bundesligaspielen sind die Schwaben aber mächtig unter Druck. Zumindest Stuttgarts Trainer Jens Keller war sich nach dem 3:0 in der Europa League beim spanischen Vertreter FC Getafe sicher, dass der Knoten bei seiner Mannschaft geplatzt ist. "Entscheidend ist, dass der Schwung jetzt da ist", sagte Keller, der trotz des Erfolgs auf europäischer Ebene in der Öffentlichkeit immer noch mehr als Übergangstrainer gesehen wird.

Personalsorgen auf beiden Seiten

Der VfB-Coach hat zudem Personalsorgen. Besonders in der Innenverteidigung läuten die Alarmglocken: Zu den angeschlagenen Delpierre, Georg Niedermeier und Khalid Boulahrouz gesellte sich am Donnerstag auch noch Nationalspieler Serdar Tasci, der mit Verdacht auf Muskelfaserriss länger auszufallen droht. Dabei war gerade der Deutsch-Türke zuletzt in guter Form. Auch Bremen hat Abwehrsorgen - trotz der Rückkehr von Keeper Tim Wiese. Zu kämpfen hat Coach Thomas Schaaf neben der unbefriedigenden Situation in der Bundesliga sowie dem so gut wie sicheren Aus in der Champions League auch mit "enfant terrible" Marko Arnautovic. Nach seiner Auswechslung beim 0:2 gegen Twente Enschede verweigerte der Österreicher erst seinem Kollegen Sandro Wagner den Handschlag, dann fluchte der Halb-Serbe in der Landessprache seines Vaters und muss nun mit einer saftigen Geldstrafe rechnen.

Leverkusen erwartet Lieblingsgegner Kaiserslautern

Nur ein Sieg zählt für Bayer Leverkusen gegen Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern (17.30 Uhr/Sky und Liga total!). Denn die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes gewann nur zwei der letzten acht Bundesliga-Heimspiele in der heimischen Bayarena. Da kommt der 1. FC Kaiserslautern gerade recht. Die letzten sieben Duelle mit den Pfälzern vor heimischer Kulisse wurden allesamt gewonnen. Dennoch warnte Bayer-Sportchef Rudi Völler vor Übermut. "Wir müssen uns am Sonntag nicht um 20, 30 oder 50 Prozent steigern, sondern um 100 Prozent, sonst verlieren wir gegen Kaiserslautern."

© SID

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