Fußball Bundesliga
Hoeneß:"Es hat noch nicht alles gepasst"

Nach dem 3:1-Sieg im Bundesliga-Spitzenspiel gegen Werder Bremen sieht Manager Uli Hoeneß bei Rekordmeister Bayern München noch reichlich Luft nach oben und hat aus diesem Grund unter anderem Roy Makaay kritsiert.

Das Spitzenspiel gewonnen, die Tabellenführung ausgebaut - eigentlich sollte bei Rekordmeister Bayern München nach dem 3:1 über Verfolger Werder Bremen Zufriedenheit herrschen. Ganz anders sieht das allerdings Manager Uli Hoeneß, der nach dem Erfolg Kritik an der Mannschaft übte.

Frage: "Herr Hoeneß, nach dem 3:1-Heimsieg gegen Werder Bremen steht Bayern München nun schon mit fünf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Ist damit bereits eine kleine Vorentscheidung gefallen?"

Uli Hoeneß: "Ganz sicher nicht. Wir sind nicht schon, sondern nur fünf Punkte weg. Und für mich sind die fünf Punkte nur ein kleines Polster. Diese fünf Punkte sind derzeit auch gar nicht wichtig. Entscheidend ist eher, dass wir uns gegen einen direkten Verfolger durchsetzen konnten."

Frage: "Vor allem in der ersten Halbzeit war es ein hochklassiges Spitzenspiel. Wie stufen Sie die Partie ein?"

Hoeneß: "Die erste Halbzeit war schon vom Allerfeinsten. Das war das Beste, was wir abgesehen vom Spiel in Turin bisher gespielt haben. Aber es war klar, dass die Kräfte beider Mannschaften nach den Champions-League-Begegnungen nicht für 90 Minuten-Powerfußball reichen würden. Trotzdem muss man auch festhalten: Es hat noch nicht alles gepasst."

Frage: "Das heißt?"

Hoeneß: "Das Ergebnis ist gut, die erste Halbzeit war gut, aber es gibt immer noch eine Reihe von Dingen, die verbessert werden müssen. Wir sind noch weit von dem entfernt, was wir uns vorstellen. Das Potenzial ist noch größer, deswegen können wir auch nicht uneingeschränkt zufrieden sein. Wir sehen uns selbstkritisch. Wir müssen besser spielen, um die Ziele zu erreichen, die wir uns gesteckt haben."

Frage: "Stichwort Roy Makaay: Er hat endlich wieder getroffen, das quälende Minutenzählen hat für ihn ein Ende."

Hoeneß: "Wir haben uns daran nie beteiligt. Mir wäre es lieber gewesen, er hätte nicht getroffen und die anderen hätten noch drei Tore mehr gemacht."

Frage: "Freuen Sie sich nicht für ihn, dass dieses lästige Dauerthema nun aus der Welt ist?"

Hoeneß: "Wir freuen uns alle für ihn. Aber ich schaue nicht auf das Tor, ich beurteile ihn nur nach seiner Leistung, und die war heute nicht gut. Er muss noch mehr arbeiten. So reicht das nicht."

© SID

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