Fußball Bundesliga
Hoeneß sieht die Bundesliga nicht in Gefahr

Uli Hoeneß kann sich italienische Verhältnisse im deutschen Profifußball nicht vorstellen. "Um die Bundesliga habe ich keine Sorge", so der Manager vom FC Bayern München.

Uli Hoeneß, Manager vom deutschen Rekordmeister Bayern München, sieht keine Gefahr, dass italienische Verhältnisse auch hierzulande Einzug halten. "In Deutschland sehe ich die Gefahr als fast nicht existent, das Problem betrifft den deutschen Profifußball nicht", sagte der 55-Jährige in einem Interview mit der Münchner tz über die jüngsten Ausschreitungen in Italien und fügte hinzu: "Um die Bundesliga habe ich keine Sorge."

An den Verhältnissen im Land des Weltmeisters seien die Vereine selber schuld, weil gegen die bekannten Strömungen seit vielen Jahren nichts getan worden sei. Zu den ebenfalls schweren Krawallen in Leipzig sagte Hoeneß: "Wenn ein sechstklassiger Verein seine Probleme nicht in den Griff bekommt, dann lass ich das nicht auf die Bundesliga übertragen."

Hoeneß nimmt Schlaudraff aus der Schusslinie

Zudem verteidigte der Manager den künftigen Bayern-Spieler Jan Schlaudraff, der mit einem Autounfall jüngst für Wirbel gesorgt hatte. "Ich will das jetzt nicht loben, aber wir wollen ja auch keine stromlinienförmigen Spieler, die ins Kloster nach St. Ottilien gehen, sondern die für uns die Kohlen aus dem Feuer holen", sagte Hoeneß.

Er denke, der 23-Jährige werde daraus lernen und es werde ein einmaliger Vorfall bleiben. Die Verpflichtung des Nationalspielers, der am Samstag mit Alemannia Aachen gegen seinen künftigen Arbeitgeber spielt, sei zudem hauptsächlich aus sportlichen Überlegungen getätigt worden. Bundesliga-Konkurrent Werder Bremen damit zu ärgern, sei "nur ein kleiner Nebeneffekt gewesen".

Neben Schlaudraff und Hamit Altintop von Schalke 04 sollen weitere, möglichst große Namen verpflichtet werden. "Die Spieler, die wir holen, werden internationalen Zuschnitt haben", erklärte Hoeneß, wobei man "sicher keinen Abwehrspieler" holen werde, sondern sich im "kreativen Bereich, im Mittelfeld und Sturm", verstärken werde.

© SID

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