Fußball Bundesliga
Hoeneß trauert van Nistelrooy hinterher

Bei Bayern München hat die nicht zustande gekommene Verpflichtung von Ruud van Nistelrooy doch für etwas Verstimmung gesorgt. "Ich habe mich eine Nacht lang sehr darüber geärgert", berichtete Manager Uli Hoeneß.

Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß hat die Niederlage im Transfer-Ringen um Ruud van Nistelrooy doch mächtig gefuchst: "Ehrlich gesagt habe ich mich eine Nacht lang sehr darüber geärgert. Denn van Nistelrooy hätte uns vom Namen und der Persönlichkeit sehr gereizt", sagte der 54-Jährige in einem Interview mit der Münchner tz.

Hoeneß fand Van Nistelrooy "fair"

Zugleich nahm er den niederländischen Nationalspieler nach seinem Wechsel von Manchester United zu Real Madrid jedoch in Schutz. Der 30-Jährige habe die Bayern nicht als Druckmittel im Transfer-Poker benutzt. "Es war alles in Ordnung. Ruud hat mich am Freitagabend angerufen und sich bedankt, dass wir uns so um ihn bemüht haben. Das fand ich fair", sagte Hoeneß. Das Problem sei gewesen, dass van Nistelrooys Frau hochschwanger ist und eine schnelle Entscheidung notwendig war.

Dass die Bayern letztlich gegen Real keine Chance hatten, begründete der Manager auch mit der "Politik der Nachhaltigkeit. Wir jedenfalls spielen nicht mit im Spiel ohne Grenzen und sind damit bislang gut gefahren", sagte Hoeneß und führte die ungleichen finanziellen Kräfteverhältnisse im europäischen Fußball am Beispiel von Öl-Milliardär Roman Abramowitsch vom englischen Meister FC Chelsea an.

Vertrauen in junge Spieler

Wichtiger sei es, junge Aufsteiger wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski und Owen Hargreaves zu halten. "Mittelfristig werden wir von den Jungs sehr profitieren, daher war es auch nie ein Thema, Owen gegen van Nistelrooy einzutauschen", erklärte Hoeneß und fügte hinzu: "Aber was heißt eintauschen: Für Hargreaves hätte Manu noch fünf Mill. Euro auf van Nistelrooy drauflegen müssen."

Derweil hat sich Hoeneß auch zu den Doping-Skandalen im Radsport und der Leichtathletik geäußert und eine Brücke zum Fußball geschlagen. "Der Radsport spielt uns derzeit voll in die Karten", sagte der Manager und sieht durch die Probleme in anderen Sportarten sogar die Möglichkeit, dass Sponsoren zum Fußball überlaufen. "Der Fußball ist sauber und bewegt die Massen. Das hat die WM eindrucksvoll gezeigt. Für internationale Firmen ist das ein Signal."

© SID

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