Fußball Bundesliga
HSV gewinnt Traditionsduell gegen die Hertha

Nach einem 2:1 (1:0)-Erfolg gegen Hertha BSC Berlin bleibt der Hamburger SV "Bayern-Jäger" Nummer eins. Paolo Guerrero und Bastian Reinhardt trafen für den HSV, Patrick Ebert zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Dank eines Kopfballtreffers von Bastian Reinhardt zehn Minuten vor dem Ende ist der Hamburger SV bis auf zwei Punkte an Tabellenführer Bayern München herangerückt und baute seine Erfolgsserie auf zwölf Spiele in Folge ohne Niederlage aus. Vor 56 493 Zuschauern im fast ausverkauften WM-Stadion kamen die Hanseaten zu einem verdienten, am Ende aber glücklichen 2:1 (1: 1)-Erfolg gegen Hertha BSC Berlin. Paolo Guerrero (4.) hatte den HSV früh in Führung gebracht. Patrick Ebert besorgte für die Berliner den zwischenzeitlichen Ausgleich (59.).

Die Berliner konnten froh sein, dass die Partie nicht bereits nach 45 Minuten entschieden war. In der ersten Halbzeit trennte beide Mannschaften ein Klassenunterschied. Während die Hamburger nach der frühen Führung das Spiel nach Belieben kontrollierten, wirkten die Gäste nach den letzten Enttäuschungen völlig verunsichert und harmlos. HSV-Keeper Frank Rost musste nicht einmal ernsthaft eingreifen, insgesamt brachten die Herthaner durch Gilberto (36.) und Mineiro (44.) nur zwei Torschüsse zustande, die ihr Ziel weit verfehlten.

Der HSV hatte bei seinen Angriffen dagegen mehrmals Pech. So rettete bei einem Schuss von Guerrero die Latte für den schon geschlagenen Hertha-Schlussmann Jaroslav Drobny (19.). In der 23. Minute traf der ehemalige Berliner Jerome Boateng mit einem sehenswerten Schuss aus 23 Metern lediglich den rechten Torpfosten. Weitere Chancen durch Ivica Olic (29.) und Rafael van der Vaart (44. ), der nach drei Bundesliga-Spielen Zwangspause erstmals wieder mitwirkte, verhinderte Drobny. Schon in der Schlussphase der ersten Halbzeit schienen sich bei den Hanseaten allerdings Konzentrationsmängel bemerkbar zu machen. Zu sicher hatten sie den Gegner im Griff, der nur eines seiner letzten fünf Bundesliga-Spiele gewinnen konnte.

Nach dem Wechsel kamen setzte sich das Spiel dementsprechend fort. Die Berliner übernahmen nun immer mehr das Kommando, während beim HSV der Faden völlig gerissen schien. Nach zwei halben Chancen durch Ebert (54.) und Gilberto (58.) war Ebert schließlich erfolgreich, als er auf der linken Angriffsseite zunächst seinen ehemaligen Kumpel Boateng düpierte und Rost anschließend mit einem platzierten Schuss ins lange Eck keine Chance ließ.

Nur langsam fanden die Gastgeber, die wegen eines Trauerfalls in der Familie kurzfristig auf Abwehrspieler Vincent Kompany verzichten mussten, in die Partie zurück. Vor allem dank des kämpferischen Einsatzes erspielten sie sich wieder leichte Vorteile, aber erst zehn Minuten vor dem Ende schaffte Reinhardt mit einem Kopfball die Vorentscheidung. Den endgültigen K.o. für die Hertha verpasste van der Vaart, als er sechs Minuten vor dem Ende freistehend vor Drobny über das Tor schoss.

© SID

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