Fußball Bundesliga
Maronn managt wieder die Hansa-Kogge

Der neue Manager bei Hansa Rostock ist ein altbekannter. Herbert Maronn kehrt auf den Posten zurück, den er bereits von 1997 bis 2006 bekleidet hatte. Der 50-Jährige löst Stefan Studer ab.

In Herbert Maronn soll ein alter Bekannter die Hansa-Kogge wieder auf Kurs bringen. Der Rückkehrer tritt die zweite Amtszeit als Manager von Bundesligist Hansa Rostock an. Der 50-Jährige unterschrieb beim Aufsteiger einen Vier-Jahres-Vertrag und löst Stefan Studer ab. Der bisherige sportliche Leiter rückt als Verlierer aus dem Machtkampf mit Trainer Frank Pagelsdorf in die zweite Reihe.

"Ich bin froh, eine zweite Chance zu erhalten, und brauchte nicht viel Bedenkzeit", sagte Maronn. Der als besonnen geltende Maronn hatte bereits ab 1997 neun Jahre lang als Manager in Rostock gearbeitet, ehe er nach dem verpassten Wiederaufstieg in die Bundesliga im Mai 2006 zurückgetreten war.

Reichlich Ebbe in der "Kriegskasse"

Für Maronn gilt es nun nachzuholen, was im Zuge der Unstimmigkeiten zwischen Studer und Pagelsdorf versäumt wurde. Bis zum 1. Juli sollte eigentlich der neue Kader für die kommende Bundesliga-Saison stehen. Bislang wurden aber lediglich Torhüter Stefan Wächter (Hamburger SV) und Fin Bartels (Holstein Kiel) ablösefrei unter Vertrag genommen. Die angedachten Transfers von Mathieu Beda (1. FC Kaiserslautern) und Daniel Schulz (Union Berlin) platzten im letzten Moment.

"Ich habe gestern Nacht lange mit dem Trainer telefoniert. Wir werden eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen", versprach Maronn, dem für Neueinkäufe wegen geschätzter neun Mill. Euro Verbindlichkkeiten jedoch nur eine Million Euro an Budget zur Verfügung stehen. Um die leere Kasse aufzufüllen, fehlt noch immer ein Hauptsponsor.

Maronn erinnerte an erfolgreiche Bundesliga-Zeiten mit vielen Skandinaviern im Kader: "Mit diesen Spielern habe ich gute Erfahrung gemacht." Es könne sein, dass dieser Punkt wieder auf die Tagesordnung bei der Suche nach Verstärkungen käme, meinte der neue sportliche Leiter, der für die Zukunft versprach, alte Fehler nicht mehr begehen zu wollen.

Studers neue Rolle noch offen

Gleichzeitig wurde der bisherige Manager Stefan Studer vom Aufsichtsrat um dessen Vorsitzenden Horst Klinkmann degradiert. Pagelsdorf hatte seinem ehemaligen Schützling vorgeworfen, auf dem Transfermarkt zu lange untätig gewesen zu sein.

"Es geht hier nicht um persönliche Dinge, sondern dies ist sicherlich eine Entscheidung für Hansa Rostock", sagte Studer dem Sport-Informations-Dienst (sid). Als Verlierer darf auch Vorstands-Chef Dirk Grabow bezeichnet werden, der bis zuletzt an Studer festhielt, sich schließlich aber dem Aufsichtsrat beugte.

Klinkmann lobte dennoch die Qualitäten des Bankkaufmanns: "Er ist ein Gewinn für den Verein und wird auch in Zukunft verantwortlich tätig sein." Der Manager-Vertrag des 43-Jährigen wäre zwar ohnehin am 30. Juni dieses Jahres ausgelaufen, Studer besaß aber noch einen Anstellungsvertrag mit dem Verein bis 2010 ohne festgeschriebene Position. Sein zukünftiges Arbeitsfeld ist noch nicht genau definiert.

Dagegen koordiniert der ehemalige Rostocker Kapitän und Trainer Juri Schlünz in Zukunft den Nachwuchsbereich des Vereins und soll laut Klinkmann eng mit Maronn zusammenarbeiten. In ihren Führungspositionen bestätigt wurden derweil Grabow und Marketingchef Ralf Gawlack. Sie bilden gemeinsam mit Maronn und Schlünz bis 2011 den vierköpfigen, hauptamtlichen Vorstand.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%