Fußball Bundesliga
Nullnummer in Frankfurt

Torlos verlief der Auftakt des elften Spieltags der Bundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und Hannover 96. Die bisher so heimstarken Hessen verpassten es damit, die Gäste in der Tabelle zu überholen.

Hannover 96 hat in der Bundesliga zwar den Sprung in das Feld der möglichen Bayern-Jäger verpasst, aber trotzdem seine gute Auswärtsbilanz gewahrt. Das seit zwei Monaten in der Fremde unbesiegte Team von Trainer Dieter Hecking kam in einer niveauarmen Partie bei Eintracht Frankfurt zu einem 0:0 und verbesserte sich zumindest bis Samstagnachmittag um einen Platz auf den fünften Tabellenrang.

Die bis dato so heimstarke Eintracht, bei der Coach Friedhelm Funkel nach dem Unentschieden weiter auf seinen 100. Bundesliga-Sieg als Trainer warten muss, konnte sich nicht für die 1:5-Schmach beim 1. FC Nürnberg am vergangenen Wochenende revanchieren. Für beide Teams fiel damit die Generalprobe für die anstehenden Zweitrundenpartien im DFB-Pokal eher durchwachsen aus. Die Hessen müssen am Mittwoch bei Borussia Dortmund antreten, Hannover ist bereits einen Tag zuvor bei Schalke 04 zu Gast.

Vor 44 000 Zuschauern in der Frankfurter WM-Arena war den Hausherren nach zuletzt nur einem Sieg in fünf Spielen die Verunsicherung deutlich anzumerken. Besonders in der niveauarmen ersten Halbzeit konnte die Eintracht kaum spielerische Akzente setzen und suchte ihr Heil überwiegend in Weitschüssen. Doch der als einziger Stürmer aufgestellte Kapitän Ioannis Amanatidis (10./13.) und Junichi Inamoto (30.) verfehlten ihr Ziel.

Vor der Pause forcierte die Funkel-Elf den Druck, fand aber ihren Meister in 96-Keeper Robert Enke. Der Nationaltorwart lenkte zunächst einen 15-m-Schuss von Alexander Meier (31.) über die Latte und parierte elf Minuten später aus kurzer Distanz gegen den insgesamt enttäuschenden und schon zur Halbzeit ausgewechselten Mittelfeldspieler Markus Weissenberger, der etwas überraschend für den Japaner Naohiro Takahara in die Startelf der Hessen gerutscht war.

Die Gäste aus Hannover agierten über weite Strecken verhalten, aber äußerst diszipliniert. Die Niedersachsen waren immer dann gefährlich, wenn der von einer Knieverletzung genesene Spielmacher Szabolcs Huszti oder Jan Rosenthal bei Vorstößen die Initiative übernahmen. Nachdem in der ersten Halbzeit klare Chancen für das Hecking-Team ausgeblieben waren, hätte zwei Minuten nach dem Wechsel Sergio Pinto fast für die Führung der "Roten" gesorgt. Doch der aufmerksame Frankfurter Keeper Markus Pröll lenkte den Kopfstoß von Pinto in höchster Not um den Pfosten.

In der Folge erhöhten die Gastgeber den Druck, die letzte Konsequenz im Abschluss ließen sie aber vermissen. Doch zumindest auf Schlussmann Pröll war Verlass. Der 28-Jährige bewahrte seine Mannschaft in der 62. Minute vor dem Rückstand, als er einen 14-m-Schuss von Hanno Balitsch parierte. Die Eintracht-Fans quittierten die ideenlose Vorstellung ihrer Elf phasenweise mit Pfiffen.

© SID

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