Fußball Bundesliga
Polizei schließt "versuchtes Tötungsdelikt" aus

Nach den Krawallen beim Spiel zwischen Bielefeld und Bochum ermittelt die Polizei nur wegen "schwerer Körperverletzung". Ein "versuchtes Tötungsdelikt" wird ausgeschlossen.

Die Polizei Bielefeld leitet im Zusammenhang mit den Krawallen beim Bundesligaspiel Arminia Bielefeld gegen den VfL Bochum vom vergangenen Samstag, in deren Verlauf ein Ordner einen Schädel- und beidseitigen Kieferbruch erlitten hatte, ein Strafverfahren wegen "Landfriedensbruch", "gefährlicher Körperverletzung" und "Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz" ein.

Staatsanwaltschaft und Polizei waren bei Sichtung des vorhandenen Videomaterials zu dem Ergebnis gekommen, "dass hier keinesfalls ein versuchtes Tötungsdelikt anzunehmen ist". Dies teilte die Polizei offiziell mit. Eine achtköpfige Ermittlungskommission unter der Federführung des Kriminalkommissariates elf ist gerade dabei, vorhandene Spuren zu sichern und erste Zeugen zu befragen.

Der 34 Jahre alte Ordner wollte eingreifen, nachdem Bochumer Rowdys Feuerwerkskörper gezündet hatten, und war daraufhin massiv von zwei Hooligans attackiert worden.

Die Polizei hatte nach Auswertung des Foto- und Videomaterials unter anderem eine 21 Jahre alte Tatverdächtige verhört, diese aber anschließend auf freien Fuß gesetzt. Sie soll von einem Wellenbrecher auf der Tribüne auf das Opfer gesprungen sein. Der Ordner war laut Polizeibericht im Block der Bochumer Gäste mit "Schlägen, Stößen und Tritten zuvor massiv angegriffen" worden

Für den Ordner hat nie Lebensgefahr bestanden

Laut Auskunft der Polizei habe für das verletzte Opfer zu keinem Zeitpunkt Lebensgefahr bestanden. Der Mann liege zwischenzeitlich nicht mehr auf der Intensivstation und sei ansprechbar, so dass eine erste Befragung erfolgen konnte.

Die Polizei wertet derzeit das vorhandene Beweismaterial aus. Dazu gehören auch mehrere im Stadion sichergestellte pyrotechnischen Gegenstände. Anhand des vorliegenden Bildmaterials wird versucht, die agierenden Personen genauer zu bestimmten und ihre verschiedenen Tatbeteiligungen zu analysieren. Die Ermittlungen der sogenannten Einzelbildauswertung dauern zurzeit noch an.

© SID

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