Fußball Bundesliga
Red Bull Salzburg zieht es nach Deutschland

Geht es nach Klubbesitzer Dietrich Mateschitz, dann könnte Österreichs Meister Red Bull Salzburg schon bald in der deutschen Bundesliga spielen. Allerdings ist diese Variante bislang nur ein vages Gedankenspiel.

Österreichs Meister Red Bull Salzburg könnte nach Ansicht seines Besitzers Dietrich Mateschitz künftig in der deutschen Bundesliga mitspielen. "Es wäre denkbar, dass es eine Kampfmannschaft gibt, die in Deutschland spielt, und ein Nachwuchsteam, das in Österreich noch immer um den Titel mitspielt", sagte der Konzernchef in einem Interview der Salzburger Nachrichten. Ähnliche Überlegungen gibt es auch für die Eishockey-Mannschaft von Red Bull Salzburg, die eine Aufnahme in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) in Erwägung zieht.

Die Deutsche Fußball Liga äußerte sich auf sid-Anfrage sehr zurückhaltend und sieht im Grunde keine Chance für die Salzburger, ins deutsche Fußball-Oberhaus einzusteigen. "Das sieht unsere Satzung nicht vor", erklärte der für Lizenzen zuständige DFL-Geschäftsführer Christian Müller. Laut Satzung ist vorgeschrieben, dass alle Klubs Mitglied in den Regional- bzw. Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sein müssen. "Darüber hinaus ist im deutschen Profi-Fußball die sportliche Qualifikation notwendig", so Müller.

Der Einstieg in die deutsche Bundesliga sei allerdings derzeit nicht mehr als eine Überlegung, sagte Milliardär Mateschitz, dem auch die Formel-1-Rennställe Red Bull und Toro Rosso sowie der US-Fußball-Klub Red Bull New York gehören: "Das ist ein Modell, das wir analysieren nach Stärken und Schwächen. Das ist zumindest theoretisch ein Modell, das ziemlich viel hätte."

Nicht ausschließen wollte Mateschitz außerdem ein Engagement bei einem deutschen Fußball-Klub in den neuen Bundesländern: "Das waren und sind Überlegungen." Wenn es in absehbarer Zeit nicht gelänge, das Niveau der österreichischen Bundesliga so anzuheben, "dass ein österreichischer Verein so gefordert wird, dass er in der Champions League mitspielen kann, dann gibt es nur einen strategischen Ausweg: dass man mit einem Klub in einer der europäischen Fußball-Hochburgen spielt."

© SID

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