Fußball Bundesliga
Rensing kontert Beckenbauer-Kritik

Michael Rensing hat die Kritik von Franz Beckenbauer an seinem Verhalten im Spiel gegen den VfB Stuttgart vor dem 2:2 zurückgewiesen. "Es war ein Foul, basta", so der 24-Jährige.

Nach der Kritik von Franz Beckenbauer an seinen jüngsten Leistungen hat Torhüter Michael Rensing von Rekordmeister Bayern München zum verbalen Gegenschlag ausgeholt und die kaiserlischen Einlassungen als "Schwachsinn" bezeichnet. "Es war ein Foul, basta! Da ist jede Kritik hinterher Käse. Vor allem von Leuten, die nie selbst im Tor gestanden sind und alles besser wissen wollen", zürnte der Schlussmann in der Bild-Zeitung (Donnerstagausgabe).

Präsident Beckenbauer hatte Rensing die Schuld am späten Ausgleich beim VfB Stuttgart (2:2) am vergangenen Samstag gegeben und das Verhalten des Kahn-Nachfolgers vor dem Gegentreffer durch Sami Khedira als "amateurhaft" bezeichnet.

"Schlechter als meine Konkurrenten bin ich ja nicht"

Rensing erklärte weiter, er werde an seiner Spielweise nichts Gravierendes ändern. Sein Ziel sei es, langfristig auch in der Nationalmannschaft im Tor zu stehen. "Wer die Nummer eins bei den Bayern ist und sich, wie ich, in dieser Rolle auch international beweist, wird auch ein Thema für die Nationalelf. Und schlechter als meine Konkurrenten bin ich ja nicht", sagte der 24-Jährige.

Beckenbauers prompte Reaktion: "Wer gibt schon gerne Fehler zu? Rensing kann ja auch ein großer Torwart werden, wenn er seine Schwächen abstellt." Unterstützung erhält Rensing von Paul Breitner: "Alle tun so, als wäre Kahn nie ein Fehler unterlaufen." Auch der dreimalige Welttorhüter habe lernen müssen und Zeit gebraucht. "Daher sage ich über Rensings erste Vorrunde als Nummer eins: Alle Achtung!", erklärte der Weltmeister von 1974 und Berater des Bayern-Vorstandes in der Abendzeitung.

Nach Medienberichten sollen die Münchner allerdings an Carlos Kameni, 24 Jahre alter Nationaltorwart von Kamerun in Diensten von Espanyol Barcelona und im Sommer ablösefrei, sowie am 28 Jahre alten Polen Artur Boruc von Celtic Glasgow interessiert sein.

Baumjohann-Wechsel bahnt sich an

Weit gediehen ist offenbar der Wechsel von Alexander Baumjohann zu den Bayern. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler des Abstiegskandidaten Borussia Mönchengladbach soll dem Rekordmeister laut kicker bereits seine mündliche Zusage für die kommende Saison gegeben haben.

Dann könnte Toni Kroos möglicherweise den Verein verlassen, dieses Versprechen soll Karl-Heinz Rummenigge Vater Roland Kroos gegeben haben. Einer kurzfristigen Ausleihe im Winter erteilte der Vorstands-Chef allerdings eine klare Absage.

© SID

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