Fußball Bundesliga
Rostock greift "Flitzern" in die Tasche

Hansa Rostock hat vor dem Landgericht Rostock die Erstattung von 20 000 Euro durch drei "Flitzer" erstritten. Der Zweitligist hatte die Summe als Geldstrafe wegen mangelnder Sicherheit an den DFB entrichten müssen.

Die "Flitzer", die im Ostseestadion von Hansa Rostock für Aufsehen gesorgt haben, müssen nun tief in die Tasche greifen. Der Zweitligist hat vor dem Landgericht Rostock in erster Instanz die Erstattung von 20 000 Euro durch drei "Flitzer" erstritten. Die Störenfriede waren im Herbst 2003 bei der 0:1-Niederlage der Norddeutschen in der Bundesliga gegen Hertha BSC Berlin während des Spiels auf den Platz gelaufen und Rostock damit eine Geldstrafe von 20 000 Euro durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) wegen unzureichender Sicherheitsvorkehrungen eingebrockt. Hansa hatte deshalb gegen das Trio auf Schadenersatz geklagt.

Die Betroffenen legten allerdings Berufung beim Oberlandesgericht (OLG) ein. "Wir gehen aber davon aus, dass das OLG das erstinstanzliche Urteil bestätigt. Dann läge erstmals eine obergerichtliche Grundsatzentscheidung zu den Flitzer-Fällen vor", sagt Hansa-Rechtsanwalt Gunnar Kempf.

Das Landgericht habe seine Entscheidung "mit einer vertraglichen Pflichtverletzung" der Zuschauer begründet, erklärt Kempf: "Ein Stadionbesucher schließt mit dem Veranstalter des Bundesliga-Spiels einen Zuschauervertrag. In diesem verpflichtet sich der Veranstalter, in dem Fall der FC Hansa, dem Besucher gegen einen Eintrittspreis das Zuschauen des Spiels zu ermöglichen." Dass das Betreten des Spielfeldes verboten sei, müsse nicht explizit erwähnt werden.

© SID

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