Fußball Bundesliga
Rummenigge fordert Schadensersatz vom Kartellamt

Karl-Heinz Rummenigge will Schadensersatz vom Bundeskartellamt einklagen. Grund ist das Scheitern der Partnerschaft zwischen der DFL und der Sportrechteagentur Sirius.

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge will das Bundeskartellamt für das bevorstehende Scheitern der Partnerschaft der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit der Sportrechteagentur Sirius von Medienmogul Leo Kirch über die Vermarktung der Bundesliga-TV-Rechte von 2009 bis 2015 in Regress nehmen.

"Das Kartellamt hat uns da ein schönes Ei ins Nest gelegt, und darüber ist meiner Meinung nach auch im juristischen Sinne noch nicht das letzte Wort gesprochen worden. Da muss man auch über Schadensersatzansprüche nicht nur nachdenken sondern möglicherweise einklagen", sagte Rummenigge in der Sendung Bundesliga aktuell des DSF.

Geschäftsgrundlage entzogen

Nachdem das Kartellamt die "Empfehlung" ausgesprochen hatte, die Zusammenfassung von den Samstagsspielen in der Bundesliga im frei empfangbaren Fernsehen auch ab 2009 vor 20.00 Uhr auszustrahlen, war dem Deal zwischen der DFL und Sirius, der der Liga für sechs Jahre insgesamt drei Mrd. Euro einbringen sollte, quasi die Geschäftsgrundlage entzogen. Sirius, das dem Pay-TV eigentlich mehr Exklusivität zusichern wollte und Bilder im Free-TV erst zu einem späteren Zeitpunkt am Samstagabend ausstrahlen wollte, kann die Garantiesumme wohl nicht mehr refinanzieren. Am 30. September soll der Vertrag daher enden.

"Hoffentlich keine dramatischen Auswirkungen"

Allerdings sieht Rummenigge nicht so schwarz wie viele andere, die der Liga sogar geringere TV-Einnahmen als die momentan gezahlten 420 Mill. Euro pro Jahr prophezeien. "Ich hoffe, dass das keine dramatischen Auswirkungen für die nächsten drei Jahre haben wird. Natürlich wäre es für die DFL angenehm gewesen, wenn man einen Sechs-Jahres-Vertrag hätte, 500 Mill. eingenommen hätte, die man dann an die Klubs verteilt hätte. Ich bin da aber nicht so pessimistisch", sagte der Ex-Nationalspieler: "Die DFL wird jetzt eine klassische Ausschreibung machen, und ich bin sehr hoffnungsvoll, dass zumindest der Status quo erhalten wird. Davon gehen wir alle aus. Ich würde auch nicht ausschließen, dass es sogar noch einen Schnaps obendrauf gibt."

© SID

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