Fußball Bundesliga
Rummenigge fordert Torrichter

Karl-Heinz Rummenigge hat die Einführung von Torrichtern gefordert. Diesen Wunsch äußerte der Vorstandschef von Bayern München nach dem 1:0-Sieg des Rekordmeisters bei Bayer Leverkusen aus gegebenem Anlass.

Aus gegebenem Anlass hat sich Karl-Heinz Rummenigge für die Einführung von Torrichtern stark gemacht. Eine solche Maßnahme forderte der Vorstandschef des deutschen Rekordmeisters Bayern München, nachdem dem Bundesliga-Tabellenführer beim 1:0 bei Bayer Leverkusen ein eindeutiges Tor durch Miroslav Klose nicht anerkannt worden war. "Wir brauchen Torrichter, die dem Schiedsrichter signalisieren, ob es Tor war oder nicht."

Schiedsrichter Knut Kircher hatte dem Tor die Anerkennung verweigert, obwohl der Ball nach dem Lattentreffer Kloses deutlich hinter der Linie aufsprang. Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte bereits in der vergangenen Woche die Einführung von Torkameras gefordert, nachdem reguläre Tore von Roberto Hilbert beim Stuttgarter 1:4 bei Werder Bremen und von Gerald Asamoah beim Schalker 3:0 gegen Bielefeld nicht anerkannt worden waren. "Der Nachteil von Torkameras wäre, dass das Spiel unterbrochen werden müsste. Torrichter sind praktikabler", sagte Rummenigge.

Torkamera "ist unbestechlich"

Hoeneß indes favorisiert weiterhin die Torkamera: "Sie ist unbestechlich. Ich denke, dass sie die beste Lösung ist." Unterstützung bekam er auch von Leverkusens Trainer Michael Skibbe: "Grundsätzlich finde ich, dass die Technik den Schiedsrichtern helfen sollte. Ich denke, dass eine Torkamera in den Top-Ligen möglich sein sollte. Wenn ohnehin schon 55 Kameras aufgestellt werden, dann kann man auch noch eine weitere hinstellen."

Volker Roth, Vorsitzender des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses, wies indes darauf hin, dass über technische Hilfsmittel der deutsche Fußball nicht alleine entscheiden könne. "So verständlich in solchen Momenten emotionale Reaktionen sind, bei sachlicher Betrachtung bleibt zunächst einmal die Erkenntnis, dass derzeit der Einsatz von Torkameras nicht erlaubt ist", erklärte er und ergänzte: "Was auch immer die handelnden Personen in der Bundesliga meinen und fordern: Für Regeländerungen ist allein der International Board der Fifa zuständig. Für die deutschen Schiedsrichter kann ich allerdings sagen: Wo Innovationen wirklich Sinn machen, sperren wir uns nicht. Im Gegenteil - wir begrüßen sie. Das haben wir oft genug betont."

© SID

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