Fußball Bundesliga
Schalke am Scheideweg, Bayer will Spitze halten

Für Bayer Leverkusen geht es am 13. Spieltag um den Verbleib an der Tabellenspitze, für Schalke 04 bereits um alles. "Wir müssen unbedingt gewinnen", sagt Schalkes Fabian Ernst.

Tabellenführer Bayer Leverkusen will den Platz an der Sonne behalten, Schalke den Anschluss an die Spitze nicht verlieren. "Wir müssen unbedingt gewinnen, sonst spielen wir nur noch um Platz fünf", sagte Schalkes Routinier Fabian Ernst vor dem Spitzenspiel des 13. Spieltages der Bundesliga in der Bayarena (15.30 Uhr/live bei Premiere). Fünf Punkte beträgt der Abstand der Königsblauen von Platz eins, im Falle einer Niederlage droht der Sturz ins Mittelmaß.

"Leverkusen steht ganz oben, da können wir beweisen, dass wir nicht nur fußballerisch gut drauf sind, sondern auch die richtigen Ergebnisse erzielen können", sagte Trainer Fred Rutten. Allerdings spricht die Statistik gegen die Westfalen, die sich bereits nach Mittelfeld-Verstärkungen in der Winterpause umsehen: Nur fünf der letzten 20 Duelle konnten die Schalker gegen Bayer gewinnen. Zudem holte Leverkusen aus den letzten fünf Spielen 13 von 15 möglichen Punkten.

Labbadia: "Wir stehen nicht zufällig auf Platz eins"

Die Wiedergutmachung für das 3:3 am vergangenen Samstag beim Karlsruher SC - nach einer 3:0-Führung - ist für Leverkusen Motivation genug. "Wir haben das Spiel beim KSC aufgearbeitet und abgehakt. Wir stehen nicht zufällig auf Platz eins. Wir haben uns das hart erarbeitet", meinte Coach Bruno Labbadia, und das wollen die Werks-Kicker mit ihrem erfrischenden Angriffsfußball auch gegen Schalke bestätigen.

In Schwung gekommen ist Titelverteidiger Bayern München. Mit dem sechsten Sieg in Folge bei Borussia Mönchengladbach und gleichzeitigen Punktverlusten von Leverkusen und 1 899 Hoffenheim (beide 25) könnte der Rekordmeister am Samstag erstmals in der laufenden Saison die Tabellenführung übernehmen.

"Wir wollen nachlegen, Gas geben und schnell nach oben", sagte Nationalspieler Miroslav Klose, der jedoch gegen die nach dem 2:0 in Bielefeld erstarkten Gladbacher ein hartes Stück Arbeit prophezeit. "Denn wir wollen nicht nur Spiele gewinnen, sondern auch schönen Fußball spielen. Wir wissen, dass es derzeit noch nicht optimal läuft", ergänzte der Torjäger.

Gladbach-Coach Meyer gelassen

Gladbachs Trainer Hans Meyer sieht dem Evergreen zwischen den einstigen Erzrivalen mit Gelassenheit entgegen. "Wenn wir gegen Jena im Pokal spielen würden, würde ich schlechter schlafen als vor dem Heimspiel gegen die Bayern. Wenn man gegen Frankfurt nach 20 Minuten zu Hause 0:1 zurückliegt, kommen Pfiffe. Gegen die Bayern auch, aber aus dem Bayern-Block, weil es noch nicht 0:2 steht", sagte der Trainer-Oldie, dessen Mannschaft in Falle einer Niederlage wieder in die Abstiegsränge abrutschen könnte.

Um den Verbleib in der oberen Tabellenhälfte kämpfen der VfL Wolfsburg bei den Shootingstars in Hoffenheim, Hertha BSC Berlin im Heimspiel gegen den Tabellenvierten Hamburger SV und auch Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt.

Wolfsburgs Josue will keine Punkte verschenken

Wolfsburgs-Kapitän Josue meinte vor der Abreise nach Mannheim: "Wir haben in der Bundesliga schon zu viele Punkte verschenkt. Vor allem auswärts fehlt uns manchmal die nötige Konzentration. Ich hoffe, dass das schon am Samstag gegen Hoffenheim nicht mehr der Fall sein wird."

Im Hamburg freut sich Trainer Martin Jol zwar über die bisherige Ausbeute von 23 Punkten, aber noch nicht über die spielerische Entwicklung seiner Mannschaft. In Dortmund ist es umgekehrt: Leistung und Engagement stimmen, "aber 18 Punkte sind zu wenig für das, was wir investieren", klagte Coach Jürgen Klopp, der nach seinen Verbalattacken am vergangenen Samstag in Hamburg 12 000 Euro Strafe berappen muss. Fest steht: Gegen Frankfurt soll nach zuletzt drei Remis (jeweils 1:1) in Folge der zweite Heimsieg eingefahren werden.

© SID

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