Fußball-Bundesliga
Schalke bricht nach Traumstart ein

Schalkes angezählter Trainer Mirko Slomka hat mit seiner Mannschaft trotz eines Traumstarts im Top-Spiel gegen Bayern München den Befreiungsschlag verpasst. Der Rekordmeister konnte dagegen seine schwarze Auswärtsserie in der Fußball-Bundesliga beenden. Gesprächshema Nummer eins war nach dem Schlusspfiff aber eine überraschende Torwart-Ausbootung, die Rästel aufgab.

HB/mr/hac GELSENKIRCHEN. Die Königsblauen verspielten im Duell der Werder-Jäger beim 2:2 (2:1) ein 2:0-Polster und verfehlten den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Der Titelverteidiger hingegen ergatterte nach zuletzt drei Auswärtsniederlagenin der Ferne endlich wieder einen Punkt und brachte den umstrittenen Schalker Coach damit weiter in Bedrängnis.

Frühe 2:0-Führung der „Knappen"

Dabei hatte für die Schalker alles optimal begonnen: Mit einem schnellen 2:0 durch Tore von Peter Lövenkrands (13.) und Lewan Kobiaschwili (20.) versöhnte sich der selbsternannte Titelanwärter schnell mit seinen streikenden Fans. Der königsblaue Anhang hatte wie angekündigt wegen der zuletzt enttäuschenden Leistung exakt 19:04 Minuten auf jegliche Anfeuerung verzichtet. Nur beim Führungstor brandete kurz Jubel auf, dann schwiegen die Fans weiter eisern.

Doch der Traumstart reichte nicht zum sechsten Sieg im siebten Pflichtspiel in der Veltins-Arena gegen den Lieblingsgegner. Andreas Ottl (45.) und Roy Makaay mit seinem sechsten Saisontor (52.) retteten den Bayern, die auf Rang drei vor den punktgleichen Gastgebern drei Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Werder Bremen haben, ein Remis.

„Die erste halbe Stunde war ärgerlich. Wie in Bremen hat die Mannschaft überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Erfreulich, dass wir danach Reaktion gezeigt haben“, sagte Bayern-Trainer Felix Magath, der nun im nächsten Spiel einen klaren Sieg gegen Schlusslicht Hannover fordert. Torschütze Ottl bekannte: „Wir haben die ersten 30 Minuten verschlafen und sind immer einen Schritt zu spät gekommen. Doch dann haben wir die Partie bestimmt.“ Schalke-Coach Mirko Slomka war mit der Punkteteilung zufrieden: „Nach dem 2:2 hätte man auch Sorgen haben können, dass alles den Bach 'runtergeht, aber die Mannschaft ist noch einmal zurückgekommen.“

Wie bei den Pleiten in Bielefeld, Wolfsburg und Bremen fanden die Münchner zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Obwohl in Mark van Bommel und Bastian Schweinsteiger zwei spielstarke Akteure ins Team zurückkehrten, lief im Kreativzentrum wenig zusammen. Aber auch die Innenverteidigung um Daniel van Buyten offenbarte Schwächen. Allein Oliver Kahn hatten es die Münchner zu verdanken, dass sie nicht noch höher in Rückstand gerieten. So verhinderte der Keeper in der 29. Minute mit einem Reflex gegen Kevin Kuranyi das 0:3.

Dabei hatten die Schalker 19:04 Minuten lang ohne die Unterstützung ihrer Fans auskommen müssen, die mit dem Schweigen ihrem Unmut über die zuletzt schwachen Leistungen der Mannschaft Luft machten. Nicht einmal der Führungstreffer durch das erste Bundesliga- Tor von Lövenkrands, der ein mustergültiges Zuspiel von Gustavo Varela über die Linie drückte, konnte den angekündigten Liebesentzug beenden. Doch als Kobiaschwili Kahn dann wie auf Bestellung fünf Sekunden nach Ende des Boykotts mit einem fulminanten Schuss zum zweiten Mal überwand, brach auf den Rängen ein Orkan des Jubels los.

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