Fußball Bundesliga
Schalke und Bayern blasen zur Aufholjagd

Während Tabellenführer 1 899 Hoffenheim seinen Vorsprung in Berlin verteidigen will, kämpfen Bayern München und Schalke 04 im direkten Duell um den Anschluss an die Spitze.

Die Überflieger von 1 899 Hoffenheim haben den nächsten Coup im Visier, die etablierten Kräfte Schalke 04 und Bayern München wollen im Schlagerspiel endlich Anschluss zum Aufsteiger herstellen: Der Auftritt der Hoffenheimer bei Hertha BSC Berlin und die Topbegegnung in der Schalker Arena könnten die Spitze in der Bundesliga zum Abschluss des zwölften Spieltages gehörig durcheinander wirbeln. Dagegen will der VfB Stuttgart bei Eintracht Frankfurt (alle 17.00 Uhr/live bei Premiere) zunächst das Niemandsland der Tabelle verlassen.

"Ich erwarte hoch motivierte Schalker, eine Mannschaft, die im Topspiel des Jahres unbedingt die Bayern schlagen möchte, ein emotionales Spiel und einen richtigen Fight", sagte Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann und ließ keine Zweifel an den Zielen des Titelverteidigers aufkommen: "Unsere Mannschaft ist gut drauf und fühlt sich frisch. Wir wollen unbedingt noch vor Weihnachten nach oben. Deshalb sollten wir am Sonntag einen weiteren großen Schritt machen."

Luca Toni kann auflaufen

Nach dem 1:1 in der Champions League beim AC Florenz am Mittwoch kann der Ex-Bundestrainer wohl wieder auf Stürmer Luca Toni zurückgreifen. Für den Weltmeister muss Lukas Podolski wieder weichen. "Luca ist einsatzfähig für Sonntag, auch von Anfang an. Es sieht gut aus bei ihm. Ich hoffe, dass er auch torhungrig ist", sagte Klinsmann.

Doch auch Schalke strotzt nach dem 1:1 bei Racing Santander im Uefa-Cup und mittlerweile acht Spielen in Folge ohne Niederlage vor Selbstvertrauen. "Am Sonntag ist ein Topspiel, vor dem ich sicher keine Angst habe. Ich werde ruhig schlafen können und nicht denken: Oh, jetzt spielen wir gegen die Bayern", meinte Trainer Fred Rutten, und Kevin Kuranyi fügte forsch hinzu: "Ich habe noch nie vor Bayern gezittert."

Hoffenheim will sechsten Sieg in Folge

Die Bayern haben nach vier Liga-Siegen in Folge mit 21 Punkten einen Zähler Vorsprung vor den Königsblauen. Hoffenheim (25) ist für die beiden Schwergewichte noch nicht erreichbar. Geht es nach dem Aufsteiger, der in Berlin den sechsten Sieg in Folge anstrebt, könnte sich der Vorsprung ruhig noch vergrößern.

Hoffenheims Freistoß-Spezialist Sejad Salihovic steht bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte im Mittelpunkt des Interesses. "Es ist schon ein besonderes Spiel für mich. Ich habe noch viele Freunde in Berlin, aber ich habe die Vergangenheit hinter mir gelassen und mein Glück in Hoffenheim gefunden", sagte der Bosnier, der in dieser Woche seinen auslaufenden Vertrag bis 2012 verlängerte - trotz zahlreicher Angebote unter anderem aus Berlin und München.

Dieter Hoeneß: "Müssen an unser Limit gehen"

Der Respekt vor dem Team von Trainer Ralf Rangnick ist groß an der Spree. "Hoffenheim spielt spektakulären und tollen Fußball. Wir müssen an unser Limit gehen und unsere Tugenden abrufen, dann können wir auch Hoffenheim schlagen. Die haben auch ihre ein oder andere Schwäche, die wir nutzen müssen", meinte Manager Dieter Hoeneß.

Die Stuttgarter wollen nach ihren Niederlagen in Hamburg (0:2) und gegen Köln (1:3) endlich auch wieder in der Liga gewinnen und ihren Schwung aus dem Uefa-Cup mitnehmen. "Wir müssen in Frankfurt unbedingt nachlegen", meinte Nationalstürmer Mario Gomez, der beim 2:0 gegen Partizan Belgrad beide Treffer erzielt hatte. Die Eintracht will dagegen nach drei Siegen in den letzten vier Spielen den Sprung ins gesicherte Mittelfeld perfekt machen.

© SID

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