Fußball Bundesliga
Schalker Heimsieg für das Wunder zu wenig

Schalke 04 hat im packenden Saisonfinale der Bundesliga seine Pflicht erfüllt und das Wunder dennoch nicht geschafft. Nach dem 2:1 (2:0) gegen Bielefeld müssen sich die "Knappen" mit der Vizemeisterschaft trösten.

Auf den Tag genau sechs Jahre nach der Vier-Minuten-Meisterschaft hat Schalke 04 wieder den Titel knapp verpasst. Die Königsblauen, die seit 1958 auf die Meisterschale vergeblich hoffen, gewannen zwar zum Bundesliga-Abschluss gegen Arminia Bielefeld 2:1 (2:0). Weil aber der VfB Stuttgart gegen Energie Cottbus nicht patzte, schnappten die Schwaben dem siebenmaligen Meister den Titel weg.

Trösten müssen sich die Königsblauen, die vor einer Woche nach 13 Spieltagen die Tabellenführung verloren, mit der dritten Qualifikation für die Champions League. Wie 2001 und 2005, als sie hinter Bayern München landeten, blieb den Gelsenkirchenern auch diesmal nur der zweite Platz. Die Tore von Lincoln (11.) und Halil Altintop (16.) reichten am Ende nicht zum ersten Triumph seit 49 Jahren. Radim Kucera (90.+1) traf zum Endstand.

Lincoln lässt Königsblau jubeln

Vor 61 482 Zuschauern in der ausverkauften Schalker Arena wollten die Gastgeber schnell die schwache Leistung beim 0:0 in Dortmund vergessen machen und ihre Minimalchance auf den Titel nutzen. Ausgerechnet Lincoln, der nach der Pleite beim BVB harsch kritisiert worden war, machte den Anfang. Nach einem Zuspiel von Rafinha nutzte der Brasilianer seine ungewohnte Freiheit im Straraum und erzielte die frühe Führung.

Der Spielmacher wirkte nach der erschreckend schwachen Vorstellung vor einer Woche wie ausgewechselt. Seinen Freistoß aus 20 m konnte Torhüter Mathias Hain noch parieren (13.), bei seinem Schuss ins lange Eck, der knapp das Ziel verfehlte, wäre der Arminia-Keeper machtlos gewesen (14.). Nach dem 2:0 durch Halil Altintop schwoll der Jubel zum Orkan an, als um 15.49 Uhr die Kunde vom Cottbuser 1:0 in Stuttgart die Runde machte.

Tabellenführer für acht Minuten

Acht Minuten lang tobten die Fans, weil Schalke wieder Tabellenführer war. Doch nach dem Stuttgarter Ausgleich, der nicht auf der Videowürfel angezeigt wurde, erstarb der Jubel. Die Königsblauen, die auf Linksverteidiger Christian Pander (Rückenbeschwerden) verzichten mussten, taten in der Folgezeit allerdings auch zu wenig, um den Vorsprung auszubauen.

Mit Mesut Özil für den verletzt ausgeschiedenen Gerald Asamoah verstärkten die Gastgeber nach der Pause noch einmal ihre Angriffsbemühungen. Hamit Altintop hatte das 3:0 auf dem Fuß, doch Hain lenkte den Ball um den Pfosten (55.). Endgültig ausgeträumt war der Meistertraum um 16.49 Uhr, als Stuttgart in Führung ging.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%