Fußball Bundesliga
"Schweinis" Comeback steht in den Sternen

Bastian Schweinsteiger will dem FC Bayern München rechtzeitig zur Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison wieder zur Verfügung stehen. Der Nationalspieler hofft, seine Knieentzündung bis dahin überwunden zu haben.

Der Zeitpunkt für ein Comeback von Nationalspieler Bastian Schweinsteiger vom deutschen Rekordmeister Bayern München ist nach seiner Borreliose-Infektion völlig offen. Während Co-Trainer Michael Henke die Hoffnung nährte, der 22-Jährige könne möglicherweise im letzten Saisonspiel gegen den FSV Mainz 05 zum Einsatz kommen, äußerte sich der Mittelfeldspieler deutlich verhaltener. "Mein Ziel ist es, bei der Saisonvorbereitung dabei zu sein", sagte Schweinsteiger der Sport Bild.

Zuletzt hatte er bestätigt, dass die Entzündung in seinem linken Knie durch einen Zeckenbiss hervorgerufen worden war. Schweinsteiger, der nach zwei Wochen völliger Ruhe ein Aufbautraining aufgenommen hatte, will sich langsam wieder "ranarbeiten". Trainer Ottmar Hitzfeld bestätigte derweil, dass der Publikumsliebling "diese Woche mit dem Krafttraining beginnen" kann.

Warnendes Beispiel Sebescen

Allerdings weiß Schweinsteiger aus Borreliose-Fällen anderer Sportler, dass die Erkrankung auch ein Karriereende nach sich ziehen kann, wie etwa bei Ex-Nationalspieler Zoltan Sebescen. "Ich hoffe, es gibt keine Rückschläge. Es bleibt abzuwarten, wie mein Knie auf die ersten Belastungen reagieren wird. Damit bleibt der Zeitpunkt, an dem ich wieder voll einsteigen kann, auch noch ungewiss", sagte Schweinsteiger.

Die Zeitschrift zitiert in diesem Zusammenhang Professor Dr. Horst Wiethölter, ärztlicher Direktor der Neurologischen Klinik am Bürgerhospital Stuttgart: "Wenn der Zeckenstich nur wenige Wochen zurückliegt, ist die Borreliose mit Antibiotika gut behandelbar. Ist der Stich allerdings schon Jahre her, wie im Fall Schweinsteiger, ist die Sache komplizierter. In fast 30 Prozent aller Fälle gibt es keine komplette Ausheilung." Leistungssport kann dann durch immer wieder auftretende Entzündungen unmöglich werden.

© SID

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