Fußball Bundesliga
Spitzenreiter Bremen zaubert auch in Mainz

Werder Bremen bleibt das Maß aller Dinge in der Bundesliga. Der Tabellenführer zerlegte Gastgeber Mainz 05 beim 6:1 nach allen Regeln der Kunst. Miroslav Klose und Aaron Hunt trafen doppelt, dazu noch Naldo und Diego.

WM-Torschützenkönig Miroslav Klose hat seine Torflaute in der Bundesliga nach 618 Minuten beendet und die Tabellenführung des deutschen Vizemeisters Werder Bremen mit einem Gala-Auftritt gefestigt. Der Nationalstürmer erzielte beim 6:1 (3:0) der Bremer beim völlig überforderten FSV Mainz 05 zunächst die Führung (14.), legte sechs Minuten später Sturmkollege Aaron Hunt uneigennützig das 2:0 vor und krönte seine überragende Vorstellung im ersten Abschnitt mit seinem vierten Saisontor zum 3:0 (21.).

Der Mainzer Ehrentreffer gelang Mimoun Azaouagh (74.), ehe Hunt mit seinem zweiten Treffer postwendend das 4:1 glückte (75.) - natürlich nach Vorarbeit von Klose. Für den FSV kam es sogar noch schlimmer: 1:5 durch Naldo (80.), 1:6 durch Diego (88.).

Bremen setzt Auswärtsgala fort

Vor 20 300 Zuschauern im erneut ausverkauften Stadion am Bruchweg erlebten die seit nunmehr acht Ligaspielen in Folge sieglosen Rheinhessen ein fürchterliches Debakel, das schon vor der Pause sehr an den Auftritt des VfL Bochum beim 0:6 gegen die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf vor zwei Wochen erinnerte.

Dabei hatte der immer mehr in die Kritik geratene FSV-Coach Jürgen Klopp noch vor der Parte getönt: "Den Respekt vor dem Tabellenersten lassen wir in der Kabine." Zur Halbzeit meinte Manager Christian Heidel: "Ich kann der Mannschaft nur vorwerfen, dass jeder einzelne Spieler schlechter ist als die Bremer."

Die Mainzer waren trotz der beiden Niederlagen in Folge gegen Alemannia Aachen (1:2) und bei Arminia Bielefeld (0:1) zunächst tatsächlich mit breiter Brust aus der Kabine gekommen. Doch bereits beim ersten Weitschuss durch Nationalspieler Torsten Frings zeigte der Mainzer Keeper Dimo Wache eine Unsicherheit und brachte damit offenbar seine ganze Mannschaft aus dem Konzept (8.). Außer einem Schuss von Chedli Amri und einem Heber von Imre Szabics war im ersten Abschnitt von der blutleeren Klopp-Truppe kaum mehr etwas zu sehen.

Bremen schont nach der Pause die Kräfte

Ganz anders die Gäste aus Bremen, denen die Spielfreude nach der 3:1-Gala gegen Bayern München und vor der richtungweisenden Champions-League-Partie am Dienstag bei Lewski Sofia deutlich anzumerken war. Vor allem der nimmermüde Klose bescherte den Bremern, die derzeit einen "goldenen Oktober" erleben, den fünften Pflichtspielsieg in Serie. Zudem wurde dem Brasilianer Diego noch ein regelkonformes Tor wegen Abseits aberkannt (41.).

Nach dem Seitenwechsel versuchte Klopp mit der Hereinnahme von Milorad Pekovic und Azaouagh noch etwas für die Offensive zu tun. Mehr als ein harmloser 20-m-Schuss von Fabian Gerber sprang dabei zunächst aber nicht heraus (51.). Der FSV präsentierte sich wie ein Absteiger. Die Hanseaten schonten in der zweiten Hälfte unterdessen die Kräfte für das wichtige Spiel in Sofia. Einen Schuss von Diego parierte Wache sicher (55.)

© SID

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