Fußball Bundesliga
Uefa-Boss Michel Platini lobt Bundesliga

Michel Platini hat in einem Interview die Bundesliga gelobt. Im deutschen Oberhaus werde "seriös gearbeitet", so der Uefa-Präsident.

Uefa-Boss Michel Platini stärkt der Bundesliga angesichts der anhaltenden Diskussion um unterschiedliche Finanzierungsmodelle der Vereine in den verschiedenen Ländern Europas den Rücken: "Dass es in der Bundesliga keine Investoren in der Form wie in anderen Ländern gibt, sehe ich als richtig an."

Im Interview mit dem Bundesliga-Magazin räumt der Präsident der Europäischen Fußball-Union (Uefa) ein, dass es aufgrund der gegebenen Verhältnisse für deutsche oder französische Vereine schwierig sei, die Champions League zu gewinnen, verweist aber gleichzeitig auf die Spannung, die in der Meisterschaft mit wechselnden Titelträgern entsteht. Insgesamt stellt Platini der Bundesliga ein hervorragendes Zeugnis aus: "In der Bundesliga wird seriös gearbeitet."

Angesichts des unübersehbaren Ungleichgewichts auf dem Transfermarkt bemerkt der 54-jährige Franzose einerseits: "Wenn jemand die finanziellen Mittel dazu hat, kann er sich einen Ferrari leisten. Hat jemand nicht so viel Geld, kommt er beispielsweise mit einem Volkswagen zurecht. So ist das Leben."

Maßnahmen gegen das "Finanzdoping"

Gleichwohl weiß der Ex-Weltklassespieler, dass die Uefa Maßnahmen gegen das Finanzdoping ergreifen muss: "Der Grundsatz dessen, was erlaubt sein sollte, ist ganz einfach. Wir können nur ausgeben, was wir haben. Darüber hinaus wird es aber auch schon problematisch."

Er führt unterschiedliche Steuergesetzgebungen, unterschiedliche TV-Vermarktungskonzepte, unterschiedliche rechtliche Firmierungen der Klubs als Beispiel an, wirft aber auch die Frage auf, dass ja auch gewährte Kredite Einnahmen seien, um dann klarzustellen: "Mein Job ist es, innerhalb der Uefa für ein möglichst großes Gleichgewicht zu sorgen. Daran arbeiten wir intensiv."

Als Beispiel dient dem Präsidenten die Einführung eines stetig verbesserten Lizenzierungssystems als Eintrittskarte für die Teilnahme an der Champions League und der Europa League, wobei Platini betont, dass schon 15 Vereine von der Teilnahme ausgeschlossen worden seien, aber die Lizenz werde von den nationalen Verbänden, nicht der Uefa erteilt.

Einkommen von Ronaldo und Ribery "nicht das Problem"

Um Transfersummen und Gehälter einzudämmen, hält Platini eine Gehaltsobergrenze auch aus juristischen Gründen nicht für praktikabel. Denkansätze in den Arbeitsgruppen der Uefa sind die Beschränkung der Gehaltssummen auf einen Prozentsatz X vom Umsatz sowie die Begrenzung der Kader, um so Transferkarussells und Gehaltssummenaufblähung zu vermeiden. Für den Uefa-Boss stellen nicht "das Einkommen von Cristiano Ronaldo oder Franck Ribery das Problem dar", sondern "die Summe aus der Vielzahl von Verträgen einschließlich der Ersatzspieler".

© SID

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