Fußball Bundesliga
Unruhige Zeiten in Frankfurt und Karlsruhe

Nur zwei Punkte aus vier Spielen: Frankfurt benötigt im Heimspiel gegen Bielefeld einen Sieg. In Karlsruhe gerät das Sportliche vor der Wolfsburg-Partie derweil in den Hintergrund.

Bei Eintracht Frankfurt sieht sich Trainer Friedhelm Funkel erster Kritik ausgesetzt, beim Karlsruher SC steht gleich das ganze Präsidium zur Debatte: Während zum Abschluss des sechsten Spieltags der Frankfurter Coach gegen Arminia Bielefeld dringend auf einen Dreier hofft, rückt beim KSC die Partie gegen den VfL Wolfsburg (beide 17.00 Uhr/live bei Premiere) aufgrund des möglichen Rücktritts des Präsidiums in den Hintergrund.

"Das ist wahrscheinlich. Es ist wie in der Politik. Wir brauchen bei der Mitgliederversammlung eine Zweidrittelmehrheit. Die ist schwer zu erreichen, weil einige Personen im Hintergrund Stimmung gegen das aktuelle Präsidium machen. Es wäre für den KSC tödlich, wenn ein so erfolgreiches Präsidium komplett ausgewechselt würde", sagte Karlsruhes Manager Rolf Dohmen dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Rücktritte wahrscheinlich

Während das Team von Trainer Edmund Becker am heutigen Sonntag gegen den VfL drei wichtige Punkte im Abstiegskampf holen will, entscheiden die KSC-Mitglieder 24 Stunden später über die Zukunft des Vorstands mit Präsident Hubert H. Raase und seinen Mitstreitern Rainer Schütterle und Michael Steidl.

Hintergrund ist eine Satzungsänderung aus dem Jahr 2000, nach der Mitglieder des Präsidiums nur zweimal wiedergewählt werden dürfen. Demnach müssten Raase ihr Amt im kommenden Jahr niederlegen.

Bei der Mitgliederversammlung soll nun der Passus der Satzung gestrichen werden. Damit aus dem Antrag ein Bestandteil der künftigen Satzung wird, ist eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder erforderlich. Wird diese verpasst, würde das Erfolgstrio wohl noch vor Weihnachten zurücktreten.

Dagegen herrscht bei Gegner VfL Wolfsburg große Zufriedenheit. Beim 7:0-Pokalerfolg gegen den FC Oberneuland tankte das Team von Trainer Felix Magath Selbstvertrauen. Vor allem Angreifer Edin Dzeko, der vier Treffer gegen den Amateurklub erzielte, ist heiß auf den Gastauftritt im Wildpark. "Ich hoffe natürlich, an die Leistung aus dem DFB-Pokal anzuknüpfen", meinte Dzeko.

Unterdessen herrscht beim Tabellen-17. Eintracht Frankfurt vor dem Kellerduell gegen Bielefeld große Unruhe. Nach der 1:2-Pleite nach Verlängerung am Dienstag im DFB-Pokal gegen Hansa Rostock steht vor allem Trainer Funkel unter Erfolgsdruck. "Das Spiel im Pokal gegen Rostock war Mist. Aber wenn wir am Sonntag gegen Bielefeld gewinnen, sind wir wieder gut im Rennen", sagte der 54-Jährige.

Besorgnis in der Führungsetage

Derweil sind Präsident und Aufsichtsratsmitglied Peter Fischer die Auftritte der in der Bundesliga bislang sieglosen Eintracht, die gegen Bielefeld auf den gesperrten Brasilianer Chris und den verletzten Alexander Meier verzichten muss, fast schon peinlich. "Wir sind in einem Zustand zwischen Sorge und Scham", beschrieb Fischer die Lage der Eintracht: "Ich will, dass die Spieler sich eine Ohrfeige geben und aufwachen."

Auch für Arminia Bielefeld, das nach fünf Spieltagen fünf Punkte auf dem Konto hat, geht es im fünften Bundesliga-Jahr in Folge um den Klassenerhalt. "Wir haben in den letzten vier Jahren als Absteiger Nummer eins gegolten. Da stört es uns auch nicht, es in diesem Jahr wieder zu sein", sagte Geschäftsführer Roland Kentsch.

© SID

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