Fußball Bundesliga
Veh: "Ich bin Fußball-Lehrer und kein Zauberer"

Meistertrainer Armin Veh kann nach dem 1:0 über Bayer Leverkusen durchatmen, der Negativtrend beim VfB Stuttgart wurde gestoppt. Veh zeigte sich nach dem Erfolg bodenständig und wies auf die Verletztenmisere hin.

Der VfB Stuttgart hat mit dem 1:0 über Bayer Leverkusen am elften Bundesliga-Spieltag den Negativtrend gestoppt. Coach Armin Veh zeigte sich nach dem Sieg gelöst, aber nicht euphorisch. Der Meistertrainer beklagte allerdings das Verletzungspech der Schwaben.

Frage: "Herr Veh, nach fünf Pflichtspiel-Niederlagen in Folge hat ihr Team wieder einen Sieg eingefahren. Wie haben sie das 1:0 gegen Bayer Leverkusen gesehen?"

Armin Veh: "Es war ganz klar, dass wir nach den Niederlagen zuletzt und angesichts der zahlreichen Ausfälle große Probleme haben werden. Ich habe von meinen Spielern vor dem Spiel verlangt, dass sie bis zum Schluss fighten. Das haben sie auch getan. Am Ende haben wir vielleicht ein wenig Glück gehabt, aber das muss man sich auch erarbeiten."

Frage: "Wie geht es nun weiter? War das der erste Schritt in Richtung einer rosigeren Zukunft?"

Veh: "Wir können wirklich nur von Spiel zu Spiel denken. Der ein oder andere Spieler wird mit der Zeit zurückkommen. Aber wir werden noch lange Zeit Probleme haben. Wir wissen, dass die personelle Lage nach wie vor sehr angespannt ist, deshalb sind wir in keiner Weise euphorisch. Ich bin Fußball-Lehrer und kein Zauberer."

Frage: "Aus dem Hut haben sie aber Thomas Hitzsperger gezaubert. Wie hat ihnen der Nationalspieler nach seiner langen Verletzungspause gefallen?"

Veh: "Er hat uns mit seiner Ballsicherheit sehr gut getan. Aber auch er hätte normal nie gespielt, weil er nach sechs Wochen Pause wegen seiner Fußverletzung erst einmal mit der Mannschaft trainieren konnte. Das ist ein weiterer Beweis für unsere angespannte Personalsituation."

Frage: "Neben Hitzlsperger spielte sich der junge Andreas Beck mit seinem entscheidenden Tor in der Vordergrund. Haben sie ein Sonderlob für ihn parat?"

Veh: "Ich will eigentlich keinen Spieler hervorheben. Aber er hat uns mit seinem Tor zum Sieg geschossen. Deshalb freut es mich besonders für ihn."

Frage: "In den zurückliegenden Tagen kam erstmals Kritik an ihnen auf. Sie sind dennoch ruhig geblieben und haben ihren Stil beibehalten. Wird das auch in Zukunft so bleiben?"

Veh: "Natürlich. Aktionismus bringt gar nichts, nur Ergebnisse helfen. Da hilft mir zum Glück meine 16-jährige Erfahrung, um das zu wissen. Ich hatte die ganze Zeit auch kein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, dass wir gut arbeiten. Es macht einfach überhaupt keinen Sinn, in Hektik zu verfallen. Das ist nicht meine Art und ich muss nicht schauspielern. Wir versuchen einfach, einen guten Job zu machen."

© SID

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