Fußball Bundesliga
VfB-Präsident Staudt: Erwarte von Labbadia Erfolg

Erwin Staudt, Präsident des VfB Stuttgart, fordert von Trainer Bruno Labbadia unmissverständlich Erfolg: "Die Spieler brauchen eine klare Marschrichtung und ein klares System."

Stuttgarts Präsident Erwin Staudt hat die Messlatte für den neuen VfB-Trainer Bruno Labbadia gleich einmal hochgelegt. Auf die Frage, was er von Labbadia erwarte, antwortete Staudt unmissverständlich: "Erfolg." Es sei entscheidend, "dass die einzelnen Komponenten zu einem schlagkräftigen Team zusammengeführt werden. Die Spieler brauchen eine klare Marschrichtung und ein klares System", forderte der VfB-Präsident nach der Entlassung von Jens Keller in einem Sport1-Interview.

Dass Labbadia bei den Bundesliga-Konkurrenten Bayer Leverkusen und Hamburger SV nach nicht einmal einem Jahr gescheitert war, sieht Staudt nicht als Problem. "Wir haben sehr ausführlich mit ihm geredet und darüber, wie diese Dinge entstanden sind. Er hat uns alles erklärt. Wir haben auch mit Menschen gesprochen, die an seinen bisherigen Arbeitsplätzen nah dran waren. Es spricht für ihn, dass er von sich aus auch Fehler angesprochen hat und Punkte genannt hat, aus denen er gelernt hat", sagte Staudt.

Auch Labbadia, der bei seinen bisherigen Engagements immer nur zu Beginn erfolgreich war, sieht sich ebenfalls gereift. "Natürlich" hätte es Fehler gegeben. Aber er habe sich zuletzt viele Gedanken gemacht, sagte der 44-Jährige der Bild: "Jetzt weiß ich, wie mein Weg aussehen muss. Dazu gehört auch, dass man Fehler, die man gemacht hat, vermeidet."

Er sei zu Selbstkritik fähig, führte der ehemalige Bayern-Torjäger im kicker weiter aus: "Aber grundsätzlich bin ich davon überzeugt, den Weg zu kennen, um mit meinen Fähigkeiten eine Mannschaft erfolgreich zu führen und zu prägen."

Staudt: "Labbadia arbeitet mit klarem Plan und System"

Staudt erklärte, dass Labbadia die VfB-Verantwortlichen überzeugt habe, "weil er ein Mann ist, der mit einem klaren Plan und System arbeitet. Er fordert die Spieler und kann ihnen auch aus der eigenen Praxis vermitteln, wie seine Idealvorstellung aussieht."

Das Auftaktprogramm für Labbadia hat es aber gleich in sich. Nach dem unbedeutenden Europa-League-Spiel gegen Odense am Donnerstag - der VfB ist bereits für die K.o.-Runde qualifiziert - kommt es gleich zweimal innerhalb von vier Tagen zum brisanten Heimduell gegen Bayern München: am Sonntag in der Bundesliga, am Mittwoch (22.12.) im DFB-Pokal-Achtelfinale.

"Da die Rückserie bereits am 15. Januar beginnt, bin ich froh über jeden Tag, an dem ich mit der Mannschaft arbeiten kann. Ich denke positiv - und an Spiele gegen die Bayern habe ich viele gute Erinnerungen", sagte der ehemalige Münchner im kicker über seinen schweren Start beim VfB.

Das erste Training von Labbadia am Sonntag stand aber unter keinem allzu guten Stern. Johan Audel, der erst seit kurzem wieder mit der Mannschaft trainiert hat, verletzte sich am Knie. Nach einer ersten Diagnose zog er sich eine Innenbandverletzung zu.

© SID

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