Fußball Bundesliga
Völler will notfalls "dazwischenhauen"

Die Hinrunde verlief bei Bayer Leverkusen alles andere als zufriedenstellend. Sportchef Rudi Völler bezieht Stellung zur aktuellen Situation und stärkt Trainer Michael Skibbe den Rücken.

Aus im Uefa-Cup, Aus im DFB-Pokal, Platz zwölf in der Liga: Bayer Leverkusen hinkt seinen Ansprüchen meilenweit hinterher. In einem Interview mit der Bild-Zeitung fordert Sportchef Rudi Völler eine klare Leistungssteigerung der Mannschaft in der Rückrunde und stellt sich gleichzeitig hinter seinen Trainer Michael Skibbe: " Wir sind hochzufrieden mit ihm, sind froh, dass er da ist. Über den Tabellenplatz sind wir es nicht. Das ist doch klar. Ich bin sicher, dass wir mit ihm noch viel Freude haben werden."

Niederlagen gegen unterklassige Gegner

Zuletzt hatte Bayer gegen die Regionalligisten Wuppertaler SV Borussia (0:3) und Kickers Emden (0:2) peinliche Niederlagen einstecken müssen. In der Bundesliga feierte Skibbe mit seiner Mannschaft als Nachfolger von Klaus Augenthaler lediglich einen Sieg und rangiert mit seiner Truppe auf dem zwölften Tabellenplatz. Zum Rückrundenauftakt gegen Eintracht Frankfurt am 28. Januar steht Skibbe mit Bayer quasi unter Siegzwang.

Völler gestand im Gespräch eine Fehleinschätzung ein: "Mein Fehler war, dass ich zu optimistisch in diese Saison geschaut habe." Dass er im Januar 2005 wieder zu den Rheinländern zurückgekehrt war, bedauerte der ehemalige Teamchef der deutschen Nationalmannschaft hingegen nicht: "Als ich zu Bayer zurückkam, wusste ich, dass wir den Gürtel enger schnallen würden." Allerdings habe er schon erwartet, dass sich die Mannschaft sportlich besser präsentieren würde. Völler hatte nach dem Rauswurf von Augenthaler als Interims-Teamchef fungiert, konnte allerdings das Aus im Uefa-Pokal gegen Zska Sofia nicht verhindern. Auch im DFB-Pokal schieden die Bayer-Stars vorzeitig aus. In der Bundesliga haben sie allenfalls noch Chancen auf einen UI-Cup-Platz.

Völler glaubt an die Mannschaft

Auf die Frage, ob Bayer untrainierbar sei, antwortete der Weltmeister von 1990: "Nein, wir wissen, wie wir es anzupacken haben. Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft es begreift. Wenn nicht, wird nicht viel geredet, sondern dazwischengehauen."

Froh ist der 90-malige Nationalstürmer, dass ab der kommenden Saison Sturmtalent Stefan Kießling (1. FC Nürnberg) für Leverkusen auf Torejagd gehen wird. Völler: "Wir haben an unsere Vergangenheit erinnert, an das Beispiel Michael Ballack. Der wechselte auch erst zu uns, schaffte hier den großen Sprung. Die Verpflichtung ist ein Signal. Leverkusen kommt wieder. Wir wollen nicht im Mittelmaß versinken."

© SID

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