Fußball Bundesliga
Wolf: "Dürfen uns nicht verrückt machen lassen"

Nach dem überaus deutlichen 1:5 bei Bayer Leverkusen will Wolfgang Wolf, Trainer des 1. FC Kaiserslautern, die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht aufgeben: "Wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen lassen."

Der 1. FC Kaiserslautern steckt weiter mitten im Abstiegskampf. Trainer Wolfgang Wolf warnt nach dem deutlichen 1:5 in Leverkusen vor zu großer Panik.

Frage: "Vor einer Woche ein 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach, jetzt eine 1:5-Klatsche bei Bayer Leverkusen. Haben Sie eine Erklärung für die zwei Gesichter Ihrer Mannschaft?"

Wolfgang Wolf: "Schon in den ersten fünf, sechs Minuten habe ich gesehen, wohin die Richtung geht. Unser Jüngster, Torhüter Florian Fromlowitz, hat eine noch höhere Niederlage verhindert. Über die Leistung gibt es nichts schönzureden. Wir sind von der ersten bis zur letzten Minute nicht ins Spiel gekommen. Ich habe alles von meiner Mannschaft gesehen."

Frage: "Und das war...?"

Wolf: "Nicht das, was man im Abstiegskampf braucht, Zweikampfstärke und Behauptungswille. Wir sind nur getrabt und haben Spalier gestanden. Wir haben einiges aufzuarbeiten, aber wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen."

Frage: "Kann man sich mangelnde Einstellung im Kampf ums nackte Überleben gefallen lassen?"

Wolf: "Natürlich nicht. Die Art und Weise, wie wir uns heute präsentiert haben, hat mir nicht gefallen. Deshalb bin ich enttäuscht von meiner Mannschaft. Aber wir hatten heute Glück im Unglück, dass sich unsere Gegner im Abstiegskampf noch dümmer angestellt haben."

Frage: "Unterm Strich steht aber eine 1:5-Blamage in Leverkusen, wo der FCK übrigens seit dem 19. August 1994 nicht mehr gewinnen konnte..."

Wolf: "Aber trotz der Klatsche können wir es es aus eigener Kraft schaffen. Wir sind hingefallen, nun müssen wir im nächsten Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin wieder aufstehen. Man darf nicht vergessen, dass wir drei Stammspieler ersetzen müssen. Das können wir nicht verkraften."

Frage: "Dem FCK droht der zweite Sturz aus der Bundesliga nach der Saison 1995/96. Wie wollen Sie den Abstieg mit den Roten Teufeln verhindern?"

Wolf: "Wir stehen nicht umsonst auf einem Abstiegsplatz. Wenn wir dieses Jahr nicht absteigen, dann haben wir richtig Glück gehabt. Wir müssen ackern, ackern und nochmals ackern. Es werden noch sechs spannende Spieltage. Wir haben noch alles in der Hand. Gegen Hertha müssen und werden wir das nächste Heimspiel gewinnen, dann sind wir wieder dabei. Ich rechne mit einem Vierkampf um den dritten Absteiger, auch Eintracht Frankfurt ist dabei."

© SID

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