Fußball Champions-League
"Gala" und "Reds" zittern um Gruppenphase

Neben Coach Michael Skibbe, der heute mit Galatasaray bei Steaua Bukarest antritt, muss im Rückspiel der dritten "Quali"-Runde auch der FC Liverpool um die CL-Gruppenphase zittern.

Michael Skibbe steht nur zweieinhalb Monate nach seinem Amtsantritt beim türkischen Meister Galatasaray Istanbul vor seiner Feuertaufe. Der deutsche Trainer ist am heutigen Mittwoch im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League bei Steaua Bukarest nach dem 2:2 im Hinspiel bereits zum Erfolg verdammt, ansonsten droht ihm eine schwierige Zeit in Istanbul. Die türkischen Zeitungen schrieben schon unisono von einem "Schicksalsspiel", räumten Skibbe aber immerhin die Chance ein, "seine Klasse zu beweisen".

Skibbe gibt sich kämpferisch

Der ehemalige Leverkusener gab sich jedoch kämpferisch und ist vom Erreichen der Gruppenphase in der europäischen "Königsklasse"überzeugt. "Ich bin mir sicher, dass wir weiterkommen werden. Wir reisen mit großem Selbstvertrauen und hoher Motivation nach Bukarest", sagte Skibbe. "Vor dem Hinspiel hatten wir noch kein Pflichtspiel absolviert. Jetzt ist die Lage ganz anders - das Team kennt sich besser", begründete der ehemalige DFB-Trainer seine Zuversicht.

Nachdem Skibbe wegen der defensiven Spielweise seines Teams nach dem 2:2 von den Medien noch als "Angsthase" verschmäht worden war, zeigte Galatasaray zum Saisonauftakt am vergangenen Wochenende beim 4:1-Erfolg gegen Denizlispor sein Offensivpotential. "Da hat man gesehen, dass wir den Weg zum gegnerischen Tor kennen. Wir werden Steaua nicht unterschätzen, aber wir sind das bessere Team", erklärte Skibbe, der in Rumänien noch nicht auf den am Dienstag verpflichteten Tschechen Milan Baros zurückgreifen kann.

Auch "Fener" und "Reds" zittern

Neben dem Skibbe-Team müssen auch Fenerbahce Istanbul (Hinspiel: 2:2 bei Partizan Belgrad) und der FC Liverpool (0:0 bei Standard Lüttich) um einen Platz im Lostopf für die am 16. und 17. September startende Gruppenphase der besten 32 europäischen Mannschaften zittern. Während der spanische Europameister-Trainer Luis Aragones bei Fenerbahce schon gewaltig unter Druck steht, warnte Liverpools Abwehrspieler Jamie Carragher seine "Reds" davor, Lüttich zu unterschätzen.

"Die Leute erwarten natürlich, dass wir weiterkommen. Aber wir spielen nicht gegen ein Mickey-Maus-Team", sagte Carragher. Liverpool-Coach Rafael Benitez setzt auf den Heimvorteil an der Anfield Road: "Unsere Leistung in Lüttich war schlecht. Aber wir haben kein Tor kassiert, und das Rückspiel vor eigenem Publikum wird ganz anders verlaufen." Der fünfmalige Landesmeister-Pokalsieger muss gegen die Belgier allerdings auf den argentinischen Gold-Medaillengewinner Javier Mascherano verzichten.

Gute Qualifikationschancen besitzen dagegen der AC Florenz und der FC Arsenal nach 2:0-Hinspielsiegen gegen Slavia Prag bzw. bei Twente Enschede. Fiorentina-Torwart Sebastien Frey erwartet in der tschechischen Hauptstadt dennoch eine schwere Aufgabe: "In ihrem fast schon englischen Stadion wird es ein harter Kampf. Aber wir sind gut vorbereitet und wollen weiterkommen", sagte Frey.

Arsenal-Coach Arsene Wenger forderte derweil eine Wiedergutmachung für die 0:1-Niederlage beim FC Fulham am vergangenen Samstag in der Premier League: "Wir müssen jetzt mit einer Spitzenleistung antworten", sagte der Franzose. Angesichts der guten Ausgangslage muss Wenger vor dem Heimspiel gegen die vom ehemaligen englischen Nationaltrainer Steve Mcclaren betreuten Niederländern aber nicht bange sein.

Olympiakos Piräus vor dem Aus

Düster sieht es dagegen für Olympiakos Piräus aus. Der griechische Abonnements-Meister steht nach der 0:3-Auswärtspleite bei Anorthosis Famagusta überraschend vor dem Aus. Sollten die Griechen im Heimspiel das Ruder nicht mehr herumreißen können, würde mit Famagusta erstmals ein Verein aus Zypern in der Gruppenphase der Champions League stehen.

© SID

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