Fußball Champions-League
Patzer verhindert Achtungserfolg des HSV

Die Krise des Hamburger SV hat auch in der Champions League weiter Bestand. Die abstiegsgefährdeten Nordlichter kassierten am fünften Spieltag der Königsklasse mit 1:3 (1:0) bei Vorjahres-Finalist FC Arsenal ihre fünfte Niederlage im laufenden Wettbewerb und lieferten dabei eine missratene Generalprobe für den Bundesliga-Klassiker am kommenden Samstag gegen Rekordmeister Bayern München. Der Europacup-Zug war nach zuvor vier Pleiten schon vorher für den HSV abgefahren, der sich in 14 Tagen gegen Zska Moskau zunächst von der internationalen Bühne verabschiedet.

Vor 59 962 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften neuen Arsenal-Stadion sorgten Abwehrspieler Emmanuel Eboue in der 83. und der eingewechselte Julio Baptista in der 88. Minute für die Entscheidung zugunsten der Gastgeber.

Der HSV war durch ein Traumtor von HSV-Kapitän Rafael van der Vaart bereits in der 4. Minute in Führung gegangen. Nationaltorwart Jens Lehmann im Kasten von Arsenal war bei diesem Schuss machtlos. Den Ausgleich erzielte sieben Minuten nach der Pause nach Vorarbeit von Cesc Fabregas der Niederländer Robin van Persie, der im Strafraum frei auf HSV-Keeper Stefan Wächter, der beim 1:2 alles andere als gut aussah, zulief und mit einem Flachschuss dem HSV-Keeper keine Chance ließ. Arsenal braucht am letzten Gruppenspieltag beim FC Porto nun noch ein Remis zum Einzug ins Achtelfinale.

Die neuerliche Niederlage verstärkt auch den Druck auf HSV-Trainer Thomas Doll, dessen angeblich bevorstehende Ablösung einmal mehr von den Klub-Verantwortlichen heftigst dementiert wurde. "Da ist gar nichts dran", erklärte Sportchef Dietmar Beiersdorfer bereits vor dem Anpfiff.

Die in der Bundesliga bislang enttäuschenden Hamburger machten von Beginn an klar, dass sie keinesfalls als Kanonenfutter für die "Gunners" herhalten wollten. Die schnelle Führung durch den Niederländer van der Vaart, der seinen zweiten Treffer im laufenden Wettbewerb erzielte, passte den Gästen bestens ins Konzept.

Arsenal verstärkte nach dem Rückstand sofort seine Angriffsbemühungen und kam schnell zu guten Torchancen. In der 13. Minute traf der frühere Stuttgarter Alexander Hleb nur die Latte, sieben Minuten später flog Thierry Henry an einer schönen Flanke von Cesc Fabregas vorbei. Auch ein Kopfball von Robin van Persie (26.) sowie ein Freistoß des niederländischen Nationalspielers (38.) fanden nicht den Weg ins Tor. Kurz vor der Pause musste HSV-Mittelfeldspieler Mehdi Mahdavikia verletzungsbedingt gegen Benny Feilhaber ausgewechselt werden.

Aber auch ohne den Iraner konnten die Hamburger dem Druck der immer stärker werdenden Gastgeber zunächst Stand halten. Nach dem Ausgleichstreffer häuften sich aber die Möglichkeiten der Engländer. Fabregas traf vor dem 2:1 noch die Latte.

Doll hatte sein Team ungewohnt defensiv in das sportlich bedeutungslose Spiel geschickt. So war der etatmäßige Spielmacher van der Vaart eigentlich zur Unterstützung der Vierer-Abwehrkette als Ausputzer neben Raphael Wicky zurückbeordert worden. Als einzige nominelle Spitze hatte der Coach Boubacar Sanogo aufgeboten und die zuletzt erfolglose Stürmerriege Benjamin Lauth, Danijel Ljuboja, die beide in der zweiten Hälfte eingewechselt wurden, und Besart Berisha zunächst auf die Bank verbannt.

© SID

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