Fußball Champions-League
Real auf dem Weg nach Madrid

Für Real Madrid soll Marseille nur eine Zwischenstation auf dem Weg zum Finale der Champions League im eigenen Stadion sein. Chelsea muss unterdessen auf Ballack verzichten.

Die Königlichen wollen Europa erobern, und "Feldherr" Manuel Pellegrini spricht bereits von der Krönung in der eigenen Festung. "Für Madrid ist es eine große Herausforderung, den Pokal zum zehnten Mal im eigenen Stadion zu gewinnen. Wir sind alle sehr optimistisch", sagte der Trainer des spanischen Rekordmeisters Real Madrid mit Blick auf das Finale der Champions League am 22. Mai im Bernabeu-Stadion der spanischen Hauptstadt.

Vorher aber muss das Team mit Verteidiger Christoph Metzelder die Gruppenphase überstehen, woran vor dem zweiten Spiel gegen Olympique Marseille heute (20.45 Uhr) kaum Zweifel bestehen. Das vor der Saison für 250 Mill. Euro verstärkte Star-Ensemble zeigte bislang weder in der Liga (fünf Siege) noch beim 5:2-Auftaktsieg in der Königsklasse beim FC Zürich größere Schwächen.

Ronaldo nach Auswechslung in der Liga beleidigt

Ganz so reibungslos wie die Ergebnisse es vermuten lassen verläuft der kostspielige Umbruch aber nicht. Bei seiner Auswechslung in der 77. Minute beim 3:0-Sieg gegen CD Teneriffa zickte Superstar Cristiano Ronaldo. Wütend schoss der Weltfußballer einen Ball weg und ignorierte anschließend Pellegrini, der sich aber nicht nachtragend zeigte: "Ich sehe darin kein Problem. Kein Spieler mag es, wenn er rausgenommen wird."

Beim Gegner Marseille, das nach dem 1:2 zum Auftakt gegen den AC Mailand bereits unter Zugzwang steht, werden zwei frühere Real-Spieler besonders motiviert sein. Verteidiger Gabriel Heinze und Stürmer Fernando Morientes kehren dorthin zurück, wo sie jahrelang viele Erfolge feierten. "Sie werden groß aufspielen wollen, da habe ich keine Zweifel", äußerte Madrids Torhüter Iker Casillas.

Milan kämpft gegen die Torflaute, Chelsea in Zypern ohne Ballack

Der AC Mailand hofft derweil gegen den FC Zürich auf einen Befreiungsschlag und will dafür seine Torflaute beenden. In den ersten sechs Ligaspielen schoss der 17-malige italienische Meister nur drei Tore - so wenig wie seit 28 Jahren nicht. "Wir müssen viel schneller spielen", forderte der brasilianische Milan-Coach Leonardo. Allerdings hat die in die Jahre gekommene Mannschaft sichtlich Probleme, das Tempo zu verschärfen. Der für 65 Mill. Euro nach Madrid gewechselte Kaka wird schmerzlich vermisst, der frühere Weltfußballer Ronaldinho konnte nicht einmal ansatzweise seine Rolle als Impulsgeber wahrnehmen.

Seinen Status als Top-Favorit der Gruppe D will unterdessen der FC Chelsea im Auswärtsspiel in Zypern beim krassen Außenseiter Apoel Nikosia untermauern. Allerdings müssen die "Blues" auf den deutschen Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack verzichten. Der 33-Jährige laboriert immer noch an einer Wadenverletzung, wegen der er schon beim 1:3 bei Wigan Athletic am Wochenende fehlte. Wegen der ersten Saisonniederlage tritt Chelsea mit reichlich Wut im Bauch an. "Wir haben einiges gutzumachen. Man kann von uns erwarten, dass wir hart arbeiten. Aber das haben wir nicht getan", kritisierte Kapitän John Terry.

Im zweiten Gruppenspiel stehen sich der FC Porto und Atletico Madrid gegenüber. In der Gruppe A, die Bayern München (gegen Juventus Turin) anführt, empfängt der französische Meister Girondins Bordeaux den israelischen Champion Maccabi Haifa. In der Gruppe B mit dem deutschen Meister VfL Wolfsburg, der im Top-Spiel bei Manchester United gastiert, treten außerdem die beiden bislang noch punktlosen Teams Besiktas Istanbul und Zska Moskau gegeneinander an.

© SID

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