Fußball Champions-League
Werders Träume auf Zypern zerplatzt

Trotz eines 2:2 bei Anorthosis Famagusta findet das Achtelfinale der Champions League ohne Werder Bremen statt. Die Schaaf-Truppe hofft nun noch auf den Uefa-Pokal.

Aus und vorbei: Werder Bremen muss sich aus der Champions League verabschieden, hat nach einer Aufholjagd aber wenigstens noch eine kleine Chance den "Trostpreis" Uefa-Cup. Die Hanseaten kamen bei Anorthosis Famagusta lediglich zu einem 2:2 (0: 0) und blieben damit auch im fünften Spiel ohne Sieg.

Vor 18 000 Zuschauern im ausverkauften GSP-Stadion von Nikosia kostete die Norddeutschen eine Schwächephase Mitte der zweiten Halbzeit ein durchaus mögliches besseres Ergebnis. In der 62. Minute nutzte der eingewechselte Nikos Nikolaou eine Konfusion in der Bremer Hintermannschaft zur zu diesem Zeitpunkt überraschenden Führung. Sechs Minuten später erhöhte Savio auf 2:0. Der Anschlusstreffer von Diego in der 72. Minute per Foulelfmeter leitete dann das Bremer Aufbäumen ein, Hugo Almeida gelang in der 87. Minute der Ausgleich. Nur eine Minute später hatte der Portugiese sogar den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend.

Eine Halbzeit lang stand das Team von Trainer Thomas Schaaf sicher in der Defensive und setzte auch in der Vorwärtsbewegung durchaus Akzente. Doch die wenigen Torgelegenheiten vor dem Seitenwechsel wurden vergeben. Nach exakt einer Viertelstunde scheiterte Nationalspieler Torsten Frings an Famagusta-Torhüter Zoltan Nagy. In der 28. Minute traf Almeida mit einem Distanzschuss nur die Querlatte. Der 13-malige zyprische Meister verhielt sich in der Phase weitgehend passiv und war in erster Linie darauf bedacht, nicht in Rückstand zu geraten.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich jedoch dieses Bild. Die Gastgeber wurden mutiger, zudem schlichen sich in die Abwehrarbeit des Bundesliga-Neunten erste Fehler ein. Binnen sechs Minuten machte die Mannschaft von Trainer Temuri Ketsbaja aus einem 0:0 eine 2:0-Führung. Schon im Hinspiel hatten sich die Bremer gegen den Champions-League-Debütanten vor eigenem Publikum äußerst schwer getan und waren nicht über ein 0:0 hinausgekommen.

Einer der Gründe für die erneute Enttäuschung war das Fehlen von Stammtorhüter Tim Wiese. Der frischgebackene Nationalkeeper hatte sich wenige Stunden vor Spielbeginn mit Adduktorenbeschwerden abmelden müssen. Sein Ersatz Christian Vander wirkte nicht immer sicher, an beiden Toren traf ihn eine gewisse Mitschuld.

In der Schlussphase setzten die Norddeutschen auf totale Offensive, doch dabei rannten sie oft zu ungestüm an. Getragen vom begeisterungsfähigen Publikum baute der neunmalige nationale Pokalsieger seine Superserie auf nunmehr 42 Pflichtspiele hintereinander ohne Niederlage vor eigenem Publikum aus.

© SID

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