Fußball DFB
Geldstrafe und Geisterspiel für Hansa Rostock

Hansa Rostock ist erwartungsgemäß vom DFB für das rassistische Gebrüll einiger Fans gegen Schalke-Stürmer Gerald Asamoah hart bestraft worden. Die Rostocker müssen 20 000 Euro zahlen und ein Geisterspiel austragen.

Mit einer harten Strafe hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unter Vorsitz von Dr. Rainer Koch (Poing) den Zweitligisten Hansa Rostock belegt. Der Verein muss 20 000 Euro bezahlen und zusätzlich das nächste Oberliga-Heimspiel der Reserve vor leeren Rängen austragen lassen.

Grund für die Bestrafung war das rassistische Affengebrüll gegen den Schalker Nationalspieler Gerald Asamoah während der ersten Halbzeit des DFB-Pokal-Erstrundenspiels zwischen Hansa Rostock II und dem FC Schalke 04 (1:9) am vergangenen Samstag. Der DFB-Kontrollausschuss hatte daraufhin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Hansa Rostock hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

DFB weist Kritik zurück

Der DFB wies Vorwürfe zurück, wonach die Geldstrafe für den Bundesliga-Klub zu niedrig angesiedelt sei: "Die Kritik, dass die Strafe zu milde sei, können wir nicht akzeptieren. Der DFB-Kontroll-Ausschuss und das Sportgericht haben sich an den gültigen Richtlinien orientiert und liegen mit dem Urteilsspruch sogar über dem Mindestmaß", sagte DFB-Pressesprecher Harald Stenger auf Anfrage des Sport-Informations-Dienst (sid).

Stenger bezog sich dabei auf die gültigen Richtlinien beim Fußball-Weltverband Fifa sowie beim DFB. Demnach wird in einem solchen Fall rassistischer Äußerungen eine Strafe von 18 000 Euro sowie die Austragung eines Spieles unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhängt. Durch die Erhöhung auf 20 000 Euro sowie durch die Übertragung des Geisterspiels vom Pokal- auf die Meisterschaftsrunde sei Hansa Rostock stärker bestraft worden.

Auch den Einwand, dass 20 000 für den Zweitligisten keine all zu hohe Strafe bedeute, ließ Stenger nicht gelten. Bestraft werden müsse die Mannschaft, und das sei in diesem Fall das Amateur-Team von Hansa Rostock. Es gehe nicht um Reich oder Arm, das Delikt sei zu ahnden, unabhängig von Person oder Verein.

© SID

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