Fußball DFB
Julius-Hirsch-Preis für Fans von Schalke und BVB

Die Fans von Schalke 04 und Borussia Dortmund werden mit dem Julius-Hirsch-Preis 2006 ausgezeichnet. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vergibt die Ehrung für die antirassistischen Projekte während der WM 2006.

Für ihr Engagement gegen Rassismus werden die Fans der Bundesligisten Schalke 04 und Borussia Dortmund vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit dem Julius-Hirsch-Preis 2006 ausgezeichnet. Die Zeremonie soll am Rande des Länderspiels am 28. März in Duisburg gegen Dänemark stattfinden. Der Gelsenkirchener Verein "dem ball is´ egal wer ihn tritt" und das Dortmunder Fanprojekt erhalten die Auszeichnung gleichermaßen. Die Preisträger hatten die Jury unter anderem mit ihren Initiativen im Rahmen des Fanprogramms zur WM 2006 überzeugt.

Neben DFB-Präsident Theo Zwanziger kommen für die Verleihung des mit 20 000 Euro dotierten Preises die Jury-Mitglieder Charlotte Knobloch, Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, und der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily nach Duisburg.

Engagement während der WM

Der Verein aus Gelsenkirchen organisierte während der WM Straßenfußball-Turniere unter antirassistischer Flagge und produzierte für den Einsatz an Schulen und in Bildungseinrichtungen eine CD-Rom zum Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit im Fußball. An der DFB-Aktion "Zeig dem Rassismus die Rote Karte" beteiligte sich der Verein maßgeblich.

Das Dortmunder Fanprojekt organisierte während der WM unter dem Motto "Kick racism out" - "Schmeiß Rassismus ´raus" - eine Reihe von Maßnahmen. Der DFB würdigte zudem die Arbeit des BVB-Lernzentrums, das nach englischem Vorbild in den Räumen des Fanprojektes benachteiligte Jugendliche fördert, die oft aus Migrantenfamilien stammen.

Auszeichnung seit Dezember 2005

Der zum zweiten Mal verliehene Preis erinnert an den deutsch-jüdischen Fußball-Nationalspieler Julius Hirsch (1 892 bis 1943), der 1943 von den Nazis in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau verschleppt und dort ermordet wurde. Der DFB will mit der Preisverleihung ein öffentliches Zeichen für die Unverletzbarkeit der Würde des Menschen setzen - in den Stadien und in der Gesellschaft.

Im Dezember 2005 war der Julius-Hirsch-Preis auf dem DFB-Bundestag in Leipzig erstmals verliehen worden; erster Preisträger war Rekordmeister Bayern München.

© SID

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