Fußball DFB
Peters soll als externer DFB-Berater fungieren

Ex-Hockey-Trainer Bernhard Peters soll externer DFB-Berater werden. Darauf verständigte sich ein Kompetenzteam um Sportdirektor Matthias Sammer, Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff.

Auch nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft im eigenen Land soll durch die Einbindung von Hockey-Erfolgstrainer Bernhard Peters, eine neue Elite-Förderung und die Schaffung einer Datenbank die Aufbruchstimmung im deutschen Fußball fortgeführt werden. Nach dem ersten Treffen eines Sport-Kompetenzteams in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main haben alle Beteiligten am Donnerstag ihren Willen unterstrichen, den vor der WM eingeschlagenen Reformweg konsequent weiter zu verfolgen und einige Neuerungen voranzubringen.

Peters soll als externer Berater fungieren

Vor allem aber wurde nach monatelangen Diskussionen Einigkeit im Fall Peters erzielt. Der 46 Jahre alte Weltmeistercoach der Hockey-Herren soll dem DFB in Zukunft als externer Berater zur Seite stehen. Peters, der beim Regionalligisten TSG Hoffenheim ab 1. Oktober als Sportdirektor fungiert, hatte zuletzt wiederholt seine Bereitschaft für ein Engagement beim DFB geäußert. Abschließende Gespräche mit Peters über Form, Inhalte und Zeitaufwand seiner Tätigkeit beim DFB sollen so schnell wie möglich geführt werden.

"Wir wissen, dass er in Hoffenheim einen Fulltime-Job angenommen hat. Aber wir denken, dass er trotzdem Projekte für den DFB annehmen kann", meinte Bierhoff nach dem einstimmigen Beschluss des Gremiums und wünschte sich von Peters "in den zehn bis 15 Sitzungen pro Jahr Präsenz. Es ist wichtig, einen Querdenker dabei zu haben, weil wir bei unseren Diskussionen ja immer die Fußball-Brille aufhaben."

Neue Elite-Förderung beschlossen

Zudem beschloss das Kompetenzteam, dem neben Bierhoff Bundestrainer Joachim Löw, Sportdirektor Matthias Sammer, U21-Coach Dieter Eilts, Trainer-Chefausbilder Erich Rutemöller, DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt und DFB-Direktor Wolfgang Niersbach angehören, eine neue Elite-Förderung im deutschen Fußball.

Das Konzept von Löw sieht vor, einen Kreis von 15 bis 20 jungen Spielern noch intensiver zu beobachten und zu begleiten. Mit den Talenten sollen monatlich Gespräche geführt und Leistungsprofile erstellt werden. Zu den Kandidaten zählen etwa Piotr Trochowski, Eugen Polanski, Stefan Kießling, Gonzalo Castro, Jan Schlaudraff, Mario Gomez, Patrick Helmes oder Clemens Fritz.

"Wir haben von A-Nationalspielern wie Klose oder Lahm ein gutes Wissen, deswegen wollen wir die Beobachtung der Perspektivspieler intensivieren. Die Spieler, egal woher sie kommen, sollen wissen, welche Spiel-Philosophie beim DFB vorherrscht", verdeutlichte Bierhoff den Ansatz.

Während die Elite-Förderung die deutsche Nationalmannschaft kurz- und mittelfristig für die EM 2008 und die WM 2010 stark machen soll, wird es darüber hinaus ein langfristiges von Matthias Sammer erarbeitetes Nachwuchskonzept geben. Dieses soll bei der nächsten Sitzung des DFB-Präsidiums und -Vorstands am 13. Oktober vorgestellt werden.

Datenbank für deutsche Jugendspieler

Geplant ist beim DFB auch, eine Datenbank deutscher Jugendspieler aufzubauen. Bierhoff und Niersbach sollen die technische und administrative Umsetzung vornehmen. Man wolle künftig "das gesamte Beobachtungssystem, Video-Analysen, Leistungstests, medizinische Checks und Datenbank-Prozesse von der U16 bis zur A-Nationalmannschaft nach einem gängigen Muster abwickeln", erklärte der Nationalmannschafts-Manager.

Bierhoff hat nach der ersten Sitzung noch einmal den Sinn des Kompetenzteams, das er auch als "wissenschaftlichen Beirat" bezeichnete, unterstrichen: "Dieser konzentrierte Gedankenaustausch wird ganz sicher dazu beitragen, den gesamten sportlichen Bereich mit einer übereinstimmenden Philosophie darzustellen. In der Vergangenheit gab es im DFB viel zu viele Einzelkämpfer, gemeinsam sind wir stärker."

© SID

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