Fußball DFB-Pokal
Allofs: "Bin froh, dass es nur einen erwischt hat"

Noch immer ist Sportdirektor Klaus Allofs von Werder Bremen erzürnt über die "eisigen" Begleitumstände beim DFB-Pokal-Spiel in St. Pauli. "Wir werden das sicher nicht auf sich beruhen lassen", so Allofs.

Einen Tag nach dem DFB-Pokal-Aus von Bundesligist Werder Bremen beim drittklassigen FC St. Pauli hat sich Klaus Allofs noch immer nicht beruhigt. Im Interview findet der Sportdirektor der Werderaner klare Worte.

Frage: "Aus dem DFB-Pokal ausgeschieden, Miroslav Klose verletzt und das alles bei widrigen Umständen. Wie bewerten Sie das Geschehen?"

Klaus Allofs: "Es hätte auf keinen Fall gespielt werden dürfen, die Verletzungsgefahr für die Spieler war von vornherein zu groß. Dieses Risiko wurde von allen unterschätzt - auch vom Schiedsrichter. Wir haben Spieler im Team, die die WM spielen sollen, das darf man nicht vergessen."

Frage: "Einer von ihnen, Miroslav Klose, fällt wegen einer Schulterverletzung voraussichtlich drei Wochen aus. Auch dies eine Folge des vereisten Spielfeldes?"

Allofs: "Ich bin froh, dass es nur einen erwischt hat. Den Spielern wurde gezeigt, dass ihre Gesundheit überhaupt keine Rolle spielt. Dabei ist sie doch das höchste Gut. Wenn man aus dem DFB-Pokal eine Spaßveranstaltung machen möchte, dann kann man gleich zum Schlamm-Catchen oder Eis-Surfen einladen. Nur zu spielen, um eine Sensationslust zu befriedigen, halte ich für unangebracht."

Frage: "Aber waren nicht die Bedingungen für beide Mannschaften gleich?"

Allofs: "Aber es war ein von Zufällen geprägtes Spiel, das die glücklichere Mannschaft gewonnen hat. Bei solch einer Art von Fußball sieht das technisch bessere Team immer schlecht aus. Doch nicht unsere Leistung war blamabel, sondern die Situation im Stadion."

Frage: "Was ist zu tun, damit sich so etwas nicht wiederholt?"

Allofs: "Wir werden das nicht auf sich beruhen lassen, denn schon im Vorjahr ist uns gegen die Bayern-Amateure im Stadion an der Grünwalder Straße Ähnliches passiert. Wir werden dem Deutschen Fußball-Bund noch einmal schriftlich darlegen, dass wir die Entscheidung der Platzkommission nicht nachvollziehen können. Aber wir sind auch realistisch genug, dass wir wissen, dass dies keine weiteren Auswirkungen haben wird."

© SID

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