Fußball DFB-Pokal
"Alte Dame" Hertha im Nachsitzen weiter

Yildiray Bastürk hat Bundesligist Hertha BSC Berlin in die zweite Runde des DFB-Pokals geschossen. Bei Regionalligist Darmstadt 98 traf der türkische Spielmacher in der 109. Minute zum 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung.

Nach dem besten Ligastart seit neun Jahren hat Bundesligist Hertha BSC Berlin im DFB-Pokal seine Erfolgsserie nur mit Ach und Krach fortgesetzt. Die in der Bundesliga noch ungeschlagene Mannschaft von Trainer Falko Götz gewann beim Süd-Regionalligisten SV Darmstadt 98 mit 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung. Allerdings präsentierten sich die Berliner vor der anstehenden Uefa-Cup-Partie am Donnerstag gegen Odense BK noch längst nicht in Europacup-Form.

Yildiray Bastürk verhinderte mit seinem Tor in der 109. Minute immerhin eine weitere Blamage der Hertha im Pokal. In den vergangenen beiden Jahren war der Klub aus der Hauptstadt jeweils gegen Drittligisten ausgeschieden.

"Im DFB-Pokal sind wir gebrannte Kinder", hatte Hertha-Coach Götz nach den enttäuschenden Pokal-Auftritten in den vergangenen Jahren schon vor Spielbeginn erklärt. Dementsprechend engagiert ging der Uefa-Cup-Teilnehmer vor 14 700 Zuschauern am Böllenfalltor zunächst auch zu Werke und erspielte sich gute Chancen. Doch Darmstadts Keeper Bastian Becker reagierte zweimal hervorragend gegen Herthas Jung-Profi Patrick Ebert (1./3.). Auch der Brasilianer Gilberto verlor aus kurzer Distanz das Eins-zu-Eins-Duell gegen Becker (5.).

Während die Angriffe der Hertha anschließend immer harmloser wurden, kam der frühere Bundesligist nach einer Viertelstunde zunehmend besser in die Partie und hatte selbst die Führung auf dem Fuß. Doch zunächst scheiterte Sebastiao an Gäste-Torwart Christian Fiedler (15.), ehe sieben Minuten später Nationalverteidiger Arne Friedrich gegen Darmstadts Mittelstürmer Michail Sajaia in höchster Not rettete.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen wieder die Berliner das Kommando. Einen Schuss von Nationalspieler Malik Fathi konnte Torwart Becker gerade noch zur Ecke abwehren (48.). Nach starker Anfangsphase der Hertha war allerdings kein Klassenunterschied mehr zu erkennen. Eine Schrecksekunde erlebte Berlins Torwart Fiedler, als er nach einem Rückpass den Darmstädter Nico Beigang anschoss und der Ball knapp über sein Gehäuse flog (58.). Einen Kopfball von Stefan Leitl parierte Fiedler allerdings glänzend (67.).

In der Verlängerung fiel die Entscheidung in der 109. Minute. Nach Flachpass von Gilberto war Bastürk aus zwölf Metern zur Stelle.

© SID

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