Fußball DFB-Pokal
Denkwürdiges Spiel in Reutlingen, Hoffenheim raus

Der SV Werder quält sich in die 2. Runde des DFB-Pokalwettbewerbs. Auch Bremens Bundesliga-Konkurrenten sind weiter – abgesehen von einer Ausnahme. Union Berlin blamiert sich bei einem Viertligisten.
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BerlinEin Spiel für die Pokal-Geschichtsbücher erlebten die Zuschauer beim Derby in Reutlingen, wo der fünftklassige SSV den KSC rauswarf – mit 3:1 durch drei Elfmeter und nach drei Roten Karte gegen den Fast-Bundesligisten. „Wenn's scheiße läuft, läuft's scheiße“, sagte KSC-Kapitän Daniel Gordon, einer von drei Rot-Sündern: „Solche Spiele erlebt man normalerweise nur im Fernsehen.“

1899 Hoffenheim hat es als ersten Bundesligisten im DFB-Pokal erwischt. Die Kraichgauer mussten sich am Samstagabend überraschend dem Zweitligisten 1860 München geschlagen geben. Der Südafrikaner Daylon Claasen (51. Minute) und Fejsal Mulic (90.+3) erzielten die Treffer zum verdienten 2:0 (0:0) der Sechziger. Vor dem Hoffenheimer K.o. hatten alle acht bislang angetretenen Erstligisten die zweite Pokalrunde erreicht.

Auch Titelverteidiger VfL Wolfsburg nahm die Auftakthürde beim Drittligisten Stuttgarter Kickers problemlos und setzte den Trend für die Bundesliga-Clubs - zumindest für die Nachmittagsspiele. Wie der Vize-Meister aus Niedersachsen kamen auch Bayer Leverkusen, der FC Schalke 04, Eintracht Frankfurt und der 1. FC Köln bei ihren Partien gegen unterklassige Kontrahenten ohne Mühe in die zweite Runde.

Nur Werder Bremen musste nach 90 torlosen Minuten bei Drittliga-Aufsteiger Würzburger Kickers in die Verlängerung - gewann aber dann mit 2:0. Bereits am Freitag hatten Darmstadt 98 (5:0 bei TuS Erndtebrück) und der FC Augsburg (3:1 n.V. beim SV Elversberg) für Favoritensiege gesorgt.

Im ersten Abendspiel strauchelte Hoffenheim gegen die in der 2. Liga noch punkt- und torlosen Münchner. Auch Kevin Kuranyi konnte in seinem ersten Pflichtspiel für 1899 nach seiner Einwechslung keine Wende erzwingen. Hoffenheim stand in den vergangenen sechs Spielzeiten fünfmal im Pokal-Viertelfinale. Vor drei Jahren hatte man sich beim Berliner AK (0:4) ebenfalls in der ersten Runde verabschieden müssen.

Unliebsame Überraschungen erlebten am Samstag auch die Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth und Union Berlin. Die Kleeblätter aus Franken unterlagen bei Erzgebirge Aue mit 0:1 (0:0). Die Eisernen aus der Hauptstadt verloren trotz Führung bei Viktoria Köln mit 1:2 (1:0).

Tore von Neuzugang Max Kruse (4.) sowie Bas Dost (45.) und Kevin De Bruyne (47.) brachten Wolfsburg in Stuttgart auf Kurs. Frühe Treffer in beiden Halbzeiten erstickten alle Hoffnungen der Kickers auf eine Sensation. Immerhin reichte es noch zum Tor von Lhadji Badiane (79.), bevor Nicklas Bendtner (86.) den 4:1 (2:0)-Endstand perfekt machte.

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