Fußball DFB-Pokal
Frankfurt nach Elfmeterkrimi Pokalsieger

Die Frauen des 1. FFC Frankfurt haben den DFB-Pokal gewonnen. Im Finale in Berlin gegen den FCR Duisburg siegten die Hessen 5:2 nach Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden.

Der 1. FFC Frankfurt hat den DFB-Pokal der Frauen gewonnen. In einem spannenden Finale im Berliner Olympiastadion siegten die Hessinnen 5:2 (1:1) nach Elfmeterschießen gegen den FCR Duisburg. Im dritten Anlauf war es der erste Pokaltriumph für den fünfmaligen deutschen Meister. Mit nunmehr sechs Pokalerfolgen ist Frankfurt alleiniger Rekordhalter.

Bereits in einer Woche können die Frankfurterinnen den totalen Triumph perfekt machen und mit einem Sieg im Punktspiel beim SC Bad Neuenahr die sechste Meisterschaft sowie das fünfte Double der Klubgeschichte gewinnen.

Wimbersky sorgt für die Entscheidung

Petra Wimbersky verwandelte den entscheidenden Elfmeter für den FFC, der zum neunten Mal in Folge im Finale stand, die vergangenen drei Endspiele aber allesamt gegen Turbine Potsdam verloren hatte. Torhüterin Ursula Holl wehrte zwei Schüsse der Duisburgerinnen ab.

Nationalmannschafts-Spielmacherin Renate Lingor hatte die Frankfurterinnen per Foulelfmeter (3.) in Führung gebracht. Den Ausgleich für den FCR markierte Nationalspielerin Sonja Fuss (45.). Durch den sechsten Gewinn des Pokals, der von Nationaltrainerin Silvia Neid überreicht wurde, haben die Hessinnen nun die fünfmaligen Cupsieger FSV Frankfurt und TSV Siegen hinter sich gelassen.

Die 5 000 Zuschauer, die das Spiel im Berliner Olympiastadion von Beginn an verfolgten, sahen in der Anfangsphase klar überlegene Frankfurterinnen, die gegen nervös wirkende Duisburgerinnen die Partie beherrschten. Die Bemühungen des FFC, der in der Bundesliga zwei Spieltage vor Saisonende fünf Punkte vor Verfolger Duisburg liegt, wurden schon nach gut drei Minuten belohnt. Nach einem Foul von Anne van Bonn an Rekordnationalspielerin Birgit Prinz verwandelte Lingor souverän den fälligen Strafstoß.

Regengüsse in Berlin

Im Anschluss an die Führung dominierte der FFC, der in der laufenden Spielzeit zweimal klar gegen Duisburg gewonnen hatte (6:1, 3:0), weiter die Begegnung. Allerdings sank das Niveau der Partie angesichts der wolkenbruchartigen Regenfälle, die nach rund zehn Minuten einsetzten. Neben dem rutschigen Rasen, der beide Finalisten behinderte, musste der FCR zudem bereits nach zwölf Minuten den Ausfall der verletzten Stürmerin Simone Laudehr verkraften.

Gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Duisburgerinnen, die wie ihr Finalgegener 70 000 Euro vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für den Einzug ins Endspiel kassierten, stärker und zeigten einige gute Offensivaktionen. Der FFC, bei dem Abwehrspielerin Tina Wunderlich zum neunten Mal in Folge von Anfang an in einem Pokalfinale spielte, ließ sich in dieser Phase in die Defensive drängen und wurde dafür prompt durch den Ausgleich von Fuss nach guter Vorarbeit ihrer Nationalmannschafts-Kollegin Lira Bajramaj bestraft.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Duisburgerinnen mit großem Selbstvertrauen aus der Kabine und brachten den Favoriten aus Frankfurt mit schnell vorgetragenen Angriffen in Bedrängnis. Die beste FCR-Chance zu Beginn des zweiten Abschnitts vergab Inka Grings (49.). Zehn Minuten später machte es Prinz auf der anderen Seite nicht besser. Bis zum Schlusspfiff suchten beide Teams die Entscheidung, konnten ihre Chancen aber nicht nutzen.

© SID

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