Fußball DFB-Pokal
"Pokalschreck" Osnabrück kegelt auch den BVB raus

Im Achtelfinale des DFB-Pokals hat sich auch Borussia Dortmund am Drittligisten VfL Osnabrück die Zähne ausgebissen. Der "Pokalschreck" schlug den BVB mit 3:2 (2:0).
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Erst der HSV, nun Borussia Dortmund: Der VfL Osnabrück hat zum zweiten Mal hintereinander einen Bundesligisten aus dem DFB-Pokal eliminiert. Der Drittligist besiegte die zwei Klassen höher spielenden Westfalen mit 3:2 (2:0) und steht damit zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte nach 1989/90 im Viertelfinale des nationalen Pokals.

Matchwinner der Norddeutschen war vor 16 130 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Bremer Brücke Mannschaftskapitän Angelo Barletta. Der 32 Jahre alte Italiener, zu Saisonbeginn vom FSV Frankfurt nach Osnabrück gewechselt, sorgte mit seinen beiden Treffern in der 37. und 42. Minute für die Vorentscheidung, das dritte Tor gelang Benjamin Siegert (69.) nach einem Alleingang. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp konnte durch Nuri Sahin (55.) und Lucas Barrios (90.) nur noch verkürzen.

"Wir haben gespielt wie ein stumpfes Messer. Wir haben viel gemacht und getan, aber nicht geschnitten", sagte BVB-Verteidiger Patrick Owomoyela. VfL-Trainer Karsten Baumann war dagegen glücklich: "In der ersten Halbzeit hat uns Dortmund vor große Probleme gestellt. Allerdings haperte es in der Abschlussschwäche. Wir haben auf Standards gehofft. So kam es denn auch. Das dritte Tor war überragend und eminent wichtig."

Obwohl spielerisch meist unterlegen, verdiente sich das Team von Coach Karsten Baumann den Erfolg durch großen Einsatz und nimmermüden Kampfgeist. Die Dortmunder waren zwar insbesondere über weite Strecken der ersten Halbzeit absolut spielbestimmend, versäumten es jedoch durch allzuviel Lässigkeit, sich klare Torchancen herauszuspielen. Dies rächte sich bereits in den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel, als die Platzherren gleich ihre beiden ersten Einschussmöglichkeiten zur zu diesem Zeitpunkt überraschenden 2:0-Führung nutzten.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die von den rund 3 000 mitgereisten BVB-Fans erwartete totale Offensive des ehemaligen Europapokalsiegers weitgehend aus. Der Drittliga-Fünfte konnte sich sogar in der zweiten Halbzeit, getragen vom Publikum, spielerisch verbessern und ließ selbst in der Schlussphase kaum konditionelle Mängel erkennen. In ihrer Verzweiflung versuchte es der Favorit in der Schlussviertelstunde mit der Brechstange, der VfL hielt jedoch gut dagegen. Finanziell war Osnabrück ohnehin der große Sieger: die Achtelfinalpartie gegen den BVB spülte den Osnabrückern rund 650. 000 Euro in die Vereinskasse.

© SID

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