Fußball DFB-Pokal
Vermeintlicher Täter als Hooligan bekannt

Der mutmaßliche Verursacher des Spielabbruchs bei der DFB-Pokalpartie zwischen dem Regionalligisten Stuttgarter Kickers und dem Bundesligisten Hertha BSC Berlin am Mittwochabend ist bei der Polizei in Stuttgart bereits als gewaltbereiter Hooligan bekannt. Der 38 Jahre alte Stuttgarter sei aber seit langer Zeit nicht mehr aufgefallen, erklärte eine Poilzeisprecher.

Der vermeintliche Täter, der Schiedsrichter-Assistent Kai Voss (Großhansdorf) mit einem Hartplastikbecher am Kopf getroffen hatte und so für den Abbruch in der 86. Minute beim Stand von 2:0 für Berlin gesorgt hatte, ist nach seiner Verhaftung am Mittwochabend bereits wieder auf freiem Fuß. Laut Polizei wird gegen den Mann weiter ermittelt und Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben. Ihm droht eine Geld- oder Haftstrafe.

Zudem muss der Täter damit rechnen, dass ihn die Kickers für die zu erwartende Geldstrafe von Seiten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haftbar machen wollen. Diesen Schritt kündigten die Klub-Verantwortlichen bereits direkt nach der Partie an. "Der wird den kompletten Schadenersatz von uns abbekommen", meinte der sichtlich mitgenommene Kickers-Coach Robin Dutt.

Kickers droht ein Sportgerichtsverfahren

Dem Drittligisten droht nun ein Sportgerichtsverfahren. Ein DFB-Sprecher erklärte, dass im Laufe des Donnerstags der Bericht von Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) zu den Vorfällen beim Kontrollausschuss erwartet wird.

Über die Spielwertung entscheidet in erster Instanz das Sportgericht. Dessen Vorsitzender Rainer Koch (Poing) hat beide Vereine aufgefordert, noch im Laufe des Donnerstags eine Stellungnahme abzugeben. Darüber hinaus haben die Stuttgarter die Möglichkeit, bis Anfang nächster Woche zum Sonderbericht des Schiedsrichters Stellung zu nehmen. Anschließend wird der Kontrollausschuss über eine etwaige Anklageerhebung beim Sportgericht entscheiden.

Unterdessen scheint Voss, der nach der Attacke mit dem Wurfgeschoss kurz ohnmächtig und für Minuten benommen war, keine weiteren gesundheitlichen Schäden davongetragen zu haben. Wie Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Strigel erklärte, war der Assistent bereits nach der Partie in der Unparteiischen-Kabine den Umständen entsprechend wieder wohlauf.

© SID

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