Fußball DFB-Pokal
Zwei Hilbert-Strafstöße retten den VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart hat die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Durch zwei Strafstöße von Hilbert gewannen die Schwaben 2:1 beim SV Wehen-Wiesbaden. Beide Teams beendeten das Spiel nach vier Platzverweisen nur zu neunt.

Der deutsche Meister VfB Stuttgart hat die erste Runde im DFB-Pokal nur mit Mühe überstanden. Gut zwei Monate nach der Endspiel-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg setzten sich die Schwaben trotz erheblicher Personalprobleme in einer turbulenten Partie mit vier Platzverweisen mit 2:1 (0:0) beim Zweitliga-Neuling SV Wehen-Wiesbaden durch und feierten damit zugleich eine gelungene Generalprobe für den Saisonauftakt in der Bundesliga am Freitag gegen "Vize" FC Schalke 04.

Hilbert vermeidet Blamage

Nationalspieler Roberto Hilbert bewahrte den VfB mit seinem Siegtreffer (90.) per Foulelfmeter vor der Blamage. Wehens Sandro Schwarz sah wegen des Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Zuvor hatte Stuttgarts Mittelfeld-Ass Hilbert (63.) ebenfalls per Foulelfmeter für den 1:1-Ausgleich gesorgt.

"Meine Mannschaft hat ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Nach dem 1:0 hätten wir in Überzahl für die Entscheidung sorgen müssen. Trotz der Niederlage war es aber eine Werbung für unseren Klub. Deshalb heißt es Glückwunsch für meine Spieler", so der Trainer des SV Wehen-Wiesbaden, Christian Hock.

Vier Platzverweise

VfB-Neuzugang Gledson in der 47. und Fernando Meira in der 85. Minute sahen jeweils wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. Wehens Spielmacher Hajrudin Catic (49.) hatte den Freistoß nach dem Gledson-Platzverweis zur 1:0-Führung verwandelt. Wehens Torhüter Adnan Masic war nach einer Notbremse gegen Ciprian Marica (58.) außerhalb des Strafraums ebenfalls vom Platz gestellt worden.

Nach der durchwachsenen Vorbereitung waren die Stuttgarter noch weit von der überragenden Meisterform der vergangenen Saison entfernt. Zwar bestimmte der dreimalige Pokalsieger vor rund 15 000 Zuschauern im Mainzer Bruchwegstadion, in das die Gastgeber ausgewichen waren, die Partie, nutzte die herausgespielten Torchancen aber zunächst nicht.

Gefahr ging in der Anfangsphase vor allem von Thomas Hitzlsperger aus. Der Nationalspieler scheiterte mit zwei Distanzschüssen (6., 7.) aber an Masic. In der 22. Minute erkannte Schiedsrichter Felix Brych (München) einen vermeintlichen Treffer von Hilbert wegen Abseits zu Recht nicht an. Zudem vergaben Alexander Farnerud und Hitzlsperger zwei Riesenchancen (34.) im Sekundentakt. Auf der Gegenseite hatten die Stuttgarter Glück, dass Dajan Simac (39.) über das Tor köpfte.

Gomez und Cacau wurden vermisst

VfB-Trainer Armin Veh musste gleich auf fünf Stammkräfte verzichten. Vor allem der verletzte Nationalstürmer Mario Gomez und der Rot-gesperrte Cacau wurden im Angriff schmerzlich vermisst. Der rumänische Neuzugang Marica kämpfte als Alleinunterhalter im Sturm aber vorbildlich. Bundesliga-Rückkehrer Ewerthon wurde erst Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt und konnte sich kaum in Szene setzen.

"Der Sieg geht auf Grund der Spielanteile in Ordnung. Auch wenn der Siegtreffer in letzter Minute und dann auch noch durch einen Foulelfmeter natürlich glücklich zustande gekommen ist. Es war von vornherein klar, dass es nicht leicht wird. Wir hatten eine holprige Vorbereitung und etliche Stammspieler haben gefehlt. So wie ich es gesehen habe, waren alle Rote Karten wohl berechtigt", sagte Veh.

© SID

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