Fußball DFB
Zwanziger nimmt Bierhoff in die Pflicht

Präsident Dr. Theo Zwanziger will den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf einen gemeinsamen Kurs bringen und fordert alle Verantwortlichen auf, das Gerangel um Kompetenzen einzustellen. Der 61-Jährige erwartet von allen Verantwortlichen in Spitzenpositionen eine konstruktive Zusammenarbeit, gerade auch im Hinblick auf ein mögliches Engagement von Ex-Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters.

"Im Kompetenzteam besteht eine Pflicht zur Zusammenarbeit", sagte Zwanziger mit Blick auf die Ende des Monats stattfindende erste Sitzung des Gremiums dem Fachmagazin kicker. Dabei ist es nach Zwanzigers Ansicht vor allem die Aufgabe von Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff, sein Zusammentreffen mit Sportdirektor Matthias Sammer, Bundestrainer Joachim Löw und Peters erfolgreich zu gestalten.

"Oliver Bierhoff ist für mich verantwortlich"

"Oliver Bierhoff ist für mich verantwortlich, dass diese Zusammenarbeit herbeigeführt wird, dass dabei etwas rauskommt. Sie sollen ja nicht nur ein paar schöne Tage in irgendeinem Hotel verbringen, gut essen und trinken und am Schluss ist wieder alles wie vorher. Nein, ich will Ergebnisse sehen. Da bin ich konsequent", erklärte Zwanziger.

Beim Treffen des Kompetenzteams, bei dem in erster Linie ein von Sammer ausgearbeitetes Konzept zur Nachwuchsförderung besprochen wird, sollen Löw sowie Bierhoff und Sammer die Grundlage für die angestrebte Zusammenarbeit mit Peters legen. "Da sollen sie sich beschnuppern", meinte Zwanziger, der zu Jahresbeginn trotz der Fürsprache des damaligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann nicht Peters, sondern Sammer zum Sportdirektor berufen hatte.

Im DSF stellte Zwanziger am Abend dann noch einmal klar, dass man im Kompetenzteam "mit Absicht einen Platz freigelassen" habe "für einen starken Trainer aus einem anderen Bereich. Hier hat Herr Peters natürlich auf Grund der Entwicklung gute Chancen."

Löw und Bierhoff wollen Peters

Peters selbst hatte zuletzt noch einmal seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit erklärt ("Es gibt Leute wie Oliver Bierhoff und Joachim Löw, die sich wünschen, dass ich für den DFB tätig würde. Ich würde mich auch gerne einbringen"), wollte sich aber nach dem Triumph bei der Hockey-WM am vergangenen Sonntag in Mönchengladbach nicht mehr zum Thema DFB äußern und erst einmal seinen Urlaub genießen.

Ein Grund für seine Zurückhaltung könnten Äußerungen von Sammer gewesen sein. Der Europameister von 1996 hatte die öffentlichen Aussagen des Erfolgstrainers als verfrüht kritisiert und darauf verwiesen, dass er es für unklug halte, über interne Dinge in der Öffentlichkeit zu sprechen.

Bundestrainer Löw hat in dieser Beziehung aber offenbar keine Bedenken und steht einer Einbindung von Peters positiv gegenüber. "Ich glaube, dass Input durch andere Sportarten wichtig sein kann. Gerade bei der Leistungsdiagnostik ist Hockey dem Fußball voraus. Ein Fachmann kann uns gut tun. Ende September schauen wir im Kompetenzteam, ob das in unser Gesamtkonzept passt", sagte Löw der Tageszeitung Die Welt.

© SID

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