Fußball EM
110 000 Fans feiern friedliches Fest in Basel

110 000 Besucher sahen den 3:2-Halbfinalsieg der Deutschen gegen die Türken in den Fanzonen von Basel. Lediglich 21 Gewahrsamnahmen gab es wegen "kleinerer Querelen unter Fans".

Auch das jüngste Fußball-Fest der EM-Endrunde in der Schweiz verlief erfreulich friedlich. Rund um das Halbfinale zwischen Deutschland und der Türkei (3:2) vermeldeten die Behörden der Stadt Basel als Auffälligkeiten 21 Gewahrsamnahmen wegen "kleinerer Querelen unter Fans".

Zudem mussten 257 Personen ambulant versorgt werden, neun davon wurden ins Krankenhaus gebracht, vier in die Ausnüchterungshalle. Darüber hinaus wurde in der Fanzone an der unteren "Riviera" eine Tribüne wegen sonderbarer Geräusche vorsorglich geräumt.

110 000 Besucher in Basel

Wie der Fachbereich Sicherheit mitteilte, seien etwa 110 000 Besucher in der Schweizer Grenzstadt gewesen. Die Fanzonen am Claraplatz, Badischen Bahnhof, am Bereich rund um den St.Jakob-Park und in Steinenvorstadt waren gut gefüllt. Der öffentliche Verkehr in der Stadt war stark belastet, das Zentrum wurde für Auto- und Straßenbahn-Verkehr frühzeitig gesperrt. Rund um das Viertelfinale zwischen den Niederlanden und Russland hatten sich in der 165 000 Einwohner zählenden Stadt Basel 150 000 Fans eingefunden.

Das Grenzwachtkorps Region Basel stellte ein "verstärktes Einreiseverhalten" fest, das allerdings nicht annähernd die Dimensionen in Urlaubszeiten erreichte. Über mögliche Einreiseverbote für Krawallmacher wollte sich das Grenzwachtkorps in einer gemeinsamen Erklärung mit den deutschen Behörden am Donnerstag äußern. Während der gesamten EM war wiederholt potenziellen Gewalttätern die Einreise in die Schweiz verweigert worden.

Sondereinheiten für Vips

Besondere Vorkehrungen hat die Wasserrettung in Basel angesichts der Erfahrungen mit den niederländischen Fußball-Fans getroffen, die sich mit eigentlich verboten Sprüngen von Brücken ein kühles Bad im Rhein verschafft hatten. Zusätzlich zu den ständig stationierten zwei Polizeibooten an der Mittleren Brücke sowie dem Feuerwehrboot stehen noch sechs bis zehn mobile Polizeiboote in Bereitschaft. Diese haben Rettungs- und Beobachtungsfunktionen.

Viel Arbeit machten der Polizei und insbesondere den Sondereinheiten die zahlreich angereisten Vips. So waren unter anderem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der türkische Staatspräsident Abdullah Gül und der Schweizer Bundespräsident Pascal Couchepin im Stadion und mussten angemessen geschützt werden.

© SID

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